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Bezahlung für ſeine Arbeit/ lieſſe der Konigihme zehen kauſend Roupies wegnehmen;wann er mehr gehabt/ ware jhme ſolches auchnicht geblieben. Wann Her: Hortenſio mitder Sach recht umzugehen gewuſt/ er haktevon dieſem groſſen Stein etliche gute Stuckabſoͤndern koͤnnen/ ohne dem Konig Unrecht zuthun/ und er waͤre der groſſen Mühe des Ab-ſchleiffens uͤberhoben geweſen; aber es hat ſichwol erſchienen/ daß er kein geſchickter Diaman-tiſt geweſen. 8Nach feiſſiger Beſichtigung dieſes groſ-ſen Steins/ und wieder Überlieferung deſſel-ben in die Hand Akel⸗ kan, wieſe er mir einenandern Diamant/ in Piren und guter Form/und ſchoͤn hell/ amt z. andern vierecketen/ zweenreine/ und der dritte mit ſchwartzen Tuͤpflin.Jeder 55. in 60. und die Piren 622. Ratis we-gend. Hernach zeigte er mir ein Kleinod vonzwoͤlff Diamant/ jeder im Gewicht 1. in 16.Ratis haltend/ alle Roſen; in Mitten iſt eine
Roſe in Hertzens⸗Form/ ſchoͤn von Farb und
Glantz/ aber mit drey kleinen Glaͤſern; die-e 7 5 mag im Gewicht 35. in 40. Ratisalten e
Maehr ein Kleinod von 17. Diamanten/ halb
vierecket/ halb Roſen/ deren der Groͤſte nicht
uber 7. in 8. Ratis wegen kan/ außgenoemmen
der in der Mitten/ der ungefehr 16. wiegt. Alledieſe Steine ſeynd vollkommen/ hell und glan-end/ rein und rechter Form/ und der Schoͤn-121 5 finden. öItem/ zwey groſſe Perlen in Piren⸗Form/ungefehr 70. Ratis eine im Gewicht haltend/auf beden Seiten um etwas flach/ ſchoͤn hell/und wol geformt. 5 eItem/ ein Perlen⸗Knopf/ der y. in 60.Ratis wegend/ guter Form und ſchoͤnenItem/ ein runde Perlen/ vollkommen ſchoͤn/ein wenig fach auf einer Seite/ 56. Ratis we-gend. Ich habe das eigentliche Gewicht dieſerPate erfahren/ und Cha-Abas II. Konig inPerſien/ hat ſolche dem groſſen Mogol für eineVerehrung uͤberſchickt.Item/ drey andere runde Perlen/ jede von25. in 28. Ratis oder ungefehr wegend/ aberdas Waſſer auf gelb ſich beziehend.
Item/ eine vollkommene runde Perlen/ von
365, Batis, ſehr lebhafften Waſſers/ weiß undauf alle Weiß vollkommen/ und dieſes iſt daseinige Kleinod/ welches Aureng- zeb jetzt re-
gierend/ wegen der Schoͤnheit gekaufft; denn
alles übrige komt her theils von Hara. cha ſei-nem altern Bruder/ ſo ihm nach deſſen Ent-hauptung zu einem Raub geblieben/ theils von
den Geſchencken/ welche jhm/ ſeit derſelbe auf
den Thron geſtiegen/ beſchehen. So habe ichſonſten in acht genommen/ daß dieſer Koͤnigkeinen Luſt zu den Kleinodien/ und allein ver-langt ein groſſer Eifferer fuͤr das Mahometi-ſche Geſatz zu ſe r. 8
Aldkeel. kan liefferte mir ferner(denn er lieſſemich alles mit guter Weile betrachten) zweyandere Perlen/ vollkommen rund und gleich/
trebo
Reis beſchreibung in Indien
jedes 25u. Ratis im Gewicht haltend; die eineiſt etwas gelb/ aber die andere ſehr hellen undlebhafften Waſſers/ und die Schoͤnſte/ ſo manſehen kan. Wahr iſt/ wie anders wo vermeldet/daß dieſer Arabiſche Fürſt/ welcher Maſcalevon den Portugeſen erobert/ eine Perlen/ wel-che in Schoͤnheit alle andere/ ſo in der Welt/
uͤbertreffen thut/ denn dieſelbe iſt vollkommenrund/ ſo weiß und lebhafft/ daß ſie gleichſamdurchſcheinend/ aber wiegt allein 14. Caral.Es ſind wenig Furſten in Aſien/ welche dieſenſe Perlen jhnen zu
Arabiſchen Fuͤrſten/ um dieverkauffen nicht erſucht.
Item/ zwo Ketten/ eine von Perlen und Rubinen/ unterſchiedlicher Formen/ und gleich denPerlen durchlochert; die andere von Perlenund Schmaragd/ rund und durchloͤchert. Alledieſe Perlen ſeynd rund/ und von unterſchiedli-chen Waſſern/ 10. in 12. Ratis das Stuck we-gend. In der Mitten der Smaragd Ketten iein Orientaliſcher Ametiſt/ langlicht/ in Ge-wicht von ohngefehr 40. Katis, und vollkom-
men ſchoͤn. l i fItem/ ein bleicher ungeſchnittener Rubin/ſchoͤn von Farb und vein/ oben geloͤchert/ 17.Melſcals, deren 6. eine Unce machen/ wegend.Item/ ein anderer ungeſchnittener Rubinvollkommen in Farb/ aber ein wenig glaſicht/oben geloͤchert/ a. Melſcals wegend.Item/ ein Orientaliſcher Topaſier/ ſehthoch von Farb/ d. blattig geſchnitten/ wigt ⸗-Melſcals, aber auf einer Gelten iſt eine weiſſeWolcken darinnen. 1.Und dieſes ſeynd des groſſen Mogols Kle-nod/ welche er mir auß ſonderbarer Gnade zei-gen laſſen/ welches niemalen keinem Fremdenbeſchehen; ich habe dieſelben alle in meinenHanden gehabt/ und mit allem Fleiß/ auch gu-ter Weile betrachtet/ um den großgunſtigenLeſer zu verſichern/ daß meine Beſchreibungſehr eigentlich und aufrichtig/ gleich wie au 45was ich von den Thronen/ welche zu beſicht.gen/ ich auch Zeit genug hatte/ beſchrieben.
Das XI. Capitel. 1 0
Inhalt des Paßports/ welchen wieCha- Eſt-Kan dem Author äberſchilt,ſamt etlichen Briefen/ ſo er jhme 5ſchrieben/ und die Antwort auf dies 4ben/ auß denen die Schreibens⸗Art denſelben Landen zu ſehen iſt. 5
Nun komm ich auf den Paß port a,Mi Nabab Cha-Eft.Kan mir gehDeJund die Briefe ſoich an denſelben
a ſer die ſe-
nier und Schreibens⸗Art der India von
die Brie 0reffend meine Geſchaͤffte/ geſchrieben/ 1 0auß dieſen Schreiben/ als der Antlvo 15
er mir darauf gegeben/ kan der 4 1 0hen. Ich hatte zwar einen Pabpott den