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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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108
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108rate bis an den Hof Jehanabat. DemnachHerz Tavernier Frantzos/ in Würde derhochſt erhoben/ und von uns geliebt/ der einDiener meines Hauſes/ von dem Bandler Surrate in meine Gegenwart komt/ daß niemandwas Stands er/ und under welchen Vorwand

eg ſehe/ ſeinen Weg oder Durchreiſe verhindere/

jhme keine Muͤhe und Beſchwernuß verurſa-che/ ſondern jhn mit aller Sicherheit paſſierenllaſſe/ damit er komlich in meine Gegenwartkommen moge/ und daß ein jeder der obbemeld-ten denſelben in den Landen jhrer Bott maſſig-keit begleiten laſſe/ damit er ſeine Reiſe deſtoleichter verrichten koͤnne. Ich befehle euchhoch dieſe Sach/ und daß niemand dem zuwi-der thue. Beſchehen den 1. des MonatsChouval im Jahr Mahomets 1069.

Uberſetzung des zweyten Schreibens vonCha. Eſt. Kan an den Author abgangen.

Groſſer Got:

N em Erfahrneſtender Kunſtreichen

und Kern der Verſtändigen/ Her:

Tavernier Frantzos; bwiſſet daß icheuch in der Zahl meiner Liebſten/ wie ich euchhievor geſchrieben/ nach Jehanabat zu kom-

men/ und die Raritaten ſo jhr für mich habt -

mitzubringen; anjetzo aber da ich auß Gunſtund Gnaden des Koͤnigs/ ſein KoͤniglicherStatthalterfehl von Ihro Majeſtat empfangen/ habe icmich den 25. 58 l 10 al a 0Weg begeben; deßwegen iſt nunmehr nichtrahtſamm/ daß ihr nach Jelanabat kommet; ſon-dern trachtet/ daß jhr euch ehiſt muͤglich/ zuBrampour einfindet/ alda ich mit Gottes Hülf/vor Verffieſſunng zween Monat ohngefaͤhr an-kommen werde. Ich verhoffe ſhr werdet demjenigen/ ſo ich euch ſchreibe/ nachkommen.thors Antwort auf dieſesandere Schreiben.Er/ welcher Gott fur Euer Durchl.und Zunehmung euerer Hoheit und0 Wolſtands bitten thut/ JohannHaptiſta Tavernier Frantzos/ ꝛc. wie in demerſten Brieff..e

5 5 Des Au

8 be die Ehre des Befehls/ damitEuer Durchl. das Glück des geringſten jhrerDienern vermehren wollen/ empfangen: Heylſeye dem Nabab Fürſten der Fuͤrſten. Ich hab

mir die Ehre gegeben/ verwichener Tagen Ihro

durch den Laqueyen Euer Durchl. zu ſchrei-

ben/ daß nach der Regenwetters⸗ Zeit/ ich nicht

ermangſen wurde in euer Gegenwark nach Je-hanabat mich zu begeben. Anfetzo da Sie be-fehlet/ daß es nach Brampour ſeye/ wil ich Ih-rem Befehl nachkommen/ und alle Raritaten/ſo ich zu Dienſte E. Durchleucht beſtimmet/mitbringen. Beſchehen den n. des Monats

Hage.

Keisbeſchreibung in Judien-

und Gubernator/ inn KönigreichDecan verordnet worden/ ſo bald ich den Be-

ouval auf den

er ne.. EUberſetzung des dritten Schreibens vona Cha- Eſt· Kan an den Author abgangen..

Er liebſte meiner Favoriten, Het2 Tavernier Franzos; wiſſet daß ichO euch veſt in Gedaͤchtnuß halte. DenBrieff welchen ihr mir durch meinen Geſand-ten geſchrieben/ ſt mir geliefert worden ich habe denſelben mit allem Fleiß von Wort iuWort geleſen. Ihr ſchreibet mir/ daß dasRegenwetter und der boſe Weg/ euch verhiltdern zu kommen/ und daß nach dem Wineihr mich beſuchen wollet. Amfetzo da das Neegenroetter vorüber/ und ich verhoffe in 25 ober2% Tagen zu Aureng-abat zu ſeyn/ nach Empfang diß/ eylet alda zu mir zu kommen/ ich venhoffe jhr werdet ſolches zu thun nicht ermanlen. Beſchehen den 5. des Monats seker indem erſten Jahr der egierung Aureng-zebs

Was hernach folget iſt mit Nababs

(eigener Hand geſchrieben.Lieber Freund ve. ermanglet nicht in dasWerck und Vollſtreckung zu richten/ was ileuch geſchrieben. e

horn Antwort auf dieſes 1f dritte Schreben.

0 Er gringſtec⸗Durchl. Dienern, s, ö

bann Baptiſta Tavernier Franßbs,bittet Gott für den Wolſtand Ihre

Perſohn. Sie/ welche des Königs Stattha

ter/ der Canal durch den ſeine Gunſten fieſſet

deren Zunamen anſehnlich und aller Ehle,

voll/ der des Koͤnigs naher Verwandter/ oben

ſter Gubernator ſeiner Königreichen/ dame

den Entſchluß aller ſeiner wichtigen Geſchalß

ten uͤbergibt; Sie die der Fürſt der ahi

Ich/ E. Durchl. Diener/ übergebe Ihro e,

ittſchrifft. Nachdeme ich wiedern.

ſe Land kommen/ dero Befehl 1 1015aul dere

Des Aut

leiſten/ ich hatte mich gantzlichGunſte verlaſſen und da ich vermeillke binhren Gnaden auf das beſte erfüllet zu en nich in das Metz Mitza-Areb Guber natoSurate, gefallen: dann als ich den letſſe 0fehl von Euer Durchl. empfangen! hannen/von demſelben meinen Abſehied gerollt e-um Ihro meine ſchuldige Ehrerbietung öngei-zeigen. Er hat mir geantwortet/ da 5 ib nner Perſohn halben an den Konig geſeht bwpoftund alſo bis daß er von Ihr Majeſtar antenbekommen/ mir nicht Erlaubnuß geber ſchtsIch habe jhmme vorgebracht daß weil er indie;bey mir haͤtte/ und hey meiner Ankugo/ derſem Hafen keine Waar wegen des Hoerwal 1Betrachtung werth/ mitgeführt ich en Kb-dert ware/ warum er meinetwegen ler meinig geſchrieben. Aber ohngeachtet 750 bner Gründen/ hat er ſeine Meinung ben vdern wollen/ und wil mir nicht erlaube e