108rate bis an den Hof Jehanabat. DemnachHerz Tavernier Frantzos/ in Würde derhochſt erhoben/ und von uns geliebt/ der einDiener meines Hauſes/ von dem Bandler Surrate in meine Gegenwart komt/ daß niemandwas Stands er/ und under welchen Vorwand
eg ſehe/ ſeinen Weg oder Durchreiſe verhindere/
jhme keine Muͤhe und Beſchwernuß verurſa-che/ ſondern jhn mit aller Sicherheit paſſierenllaſſe/ damit er komlich in meine Gegenwartkommen moge/ und daß ein jeder der obbemeld-ten denſelben in den Landen jhrer Bott maſſig-keit begleiten laſſe/ damit er ſeine Reiſe deſtoleichter verrichten koͤnne. Ich befehle euchhoch dieſe Sach/ und daß niemand dem zuwi-der thue. Beſchehen den 1. des MonatsChouval im Jahr Mahomets 1069.
Uberſetzung des zweyten Schreibens vonCha. Eſt. Kan an den Author abgangen.
Groſſer Got:
N em Erfahrneſtender Kunſtreichen
und Kern der Verſtändigen/ Her:
Tavernier Frantzos; bwiſſet daß icheuch in der Zahl meiner Liebſten/ wie ich euchhievor geſchrieben/ nach Jehanabat zu kom-
men/ und die Raritaten ſo jhr für mich habt -
mitzubringen; anjetzo aber da ich auß Gunſtund Gnaden des Koͤnigs/ ſein KoͤniglicherStatthalterfehl von Ihro Majeſtat empfangen/ habe icmich den 25. 58 l 10 al a 0Weg begeben; deßwegen iſt nunmehr nichtrahtſamm/ daß ihr nach Jelanabat kommet; ſon-dern trachtet/ daß jhr euch ehiſt muͤglich/ zuBrampour einfindet/ alda ich mit Gottes Hülf/vor Verffieſſunng zween Monat ohngefaͤhr an-kommen werde. Ich verhoffe ſhr werdet demjenigen/ ſo ich euch ſchreibe/ nachkommen.thors Antwort auf dieſesandere Schreiben.Er/ welcher Gott fur Euer Durchl.und Zunehmung euerer Hoheit und0 Wolſtands bitten thut/ JohannHaptiſta Tavernier Frantzos/ ꝛc. wie in demerſten Brieff..e
5 5 Des Au
8 be die Ehre des Befehls/ damitEuer Durchl. das Glück des geringſten jhrerDienern vermehren wollen/ empfangen: Heylſeye dem Nabab Fürſten der Fuͤrſten. Ich hab
mir die Ehre gegeben/ verwichener Tagen Ihro
durch den Laqueyen Euer Durchl. zu ſchrei-
ben/ daß nach der Regenwetters⸗ Zeit/ ich nicht
ermangſen wurde in euer Gegenwark nach Je-hanabat mich zu begeben. Anfetzo da Sie be-fehlet/ daß es nach Brampour ſeye/ wil ich Ih-rem Befehl nachkommen/ und alle Raritaten/ſo ich zu Dienſte E. Durchleucht beſtimmet/mitbringen. Beſchehen den n. des Monats
Hage.
Keisbeſchreibung in Judien-
und Gubernator/ inn KönigreichDecan verordnet worden/ ſo bald ich den Be-
ouval auf den
er ne.. EUberſetzung des dritten Schreibens vona Cha- Eſt· Kan an den Author abgangen..
Er liebſte meiner Favoriten, Het2 Tavernier Franzos; wiſſet daß ichO euch veſt in Gedaͤchtnuß halte. DenBrieff welchen ihr mir durch meinen Geſand-ten geſchrieben/ ſt mir geliefert worden ich habe denſelben mit allem Fleiß von Wort iuWort geleſen. Ihr ſchreibet mir/ daß dasRegenwetter und der boſe Weg/ euch verhiltdern zu kommen/ und daß nach dem Wineihr mich beſuchen wollet. Amfetzo da das Neegenroetter vorüber/ und ich verhoffe in 25 ober2% Tagen zu Aureng-abat zu ſeyn/ nach Empfang diß/ eylet alda zu mir zu kommen/ ich venhoffe jhr werdet ſolches zu thun nicht ermanlen. Beſchehen den 5. des Monats seker indem erſten Jahr der egierung Aureng-zebs
Was hernach folget iſt mit Nababs
(eigener Hand geſchrieben.Lieber Freund ve. ermanglet nicht in dasWerck und Vollſtreckung zu richten/ was ileuch geſchrieben. e
horn Antwort auf dieſes 1f dritte Schreben.
0 Er gringſtec⸗Durchl. Dienern, s, ö
bann Baptiſta Tavernier Franßbs,bittet Gott für den Wolſtand Ihre
Perſohn. Sie/ welche des Königs Stattha
ter/ der Canal durch den ſeine Gunſten fieſſet
deren Zunamen anſehnlich und aller Ehle,
voll/ der des Koͤnigs naher Verwandter/ oben
ſter Gubernator ſeiner Königreichen/ dame
den Entſchluß aller ſeiner wichtigen Geſchalß
ten uͤbergibt; Sie die der Fürſt der ahi
Ich/ E. Durchl. Diener/ übergebe Ihro e,
ittſchrifft. Nachdeme ich wiedern.
ſe Land kommen/ dero Befehl 1 1015aul dere
Des Aut
leiſten/ ich hatte mich gantzlichGunſte verlaſſen und da ich vermeillke binhren Gnaden auf das beſte erfüllet zu en nich in das Metz Mitza-Areb Guber natoSurate, gefallen: dann als ich den letſſe 0fehl von Euer Durchl. empfangen! hannen/von demſelben meinen Abſehied gerollt e-um Ihro meine ſchuldige Ehrerbietung öngei-zeigen. Er hat mir geantwortet/ da 5 ib nner Perſohn halben an den Konig geſeht bwpoftund alſo bis daß er von Ihr Majeſtar antenbekommen/ mir nicht Erlaubnuß geber ſchtsIch habe jhmme vorgebracht daß weil er indie;bey mir haͤtte/ und hey meiner Ankugo/ derſem Hafen keine Waar wegen des Hoerwal 1Betrachtung werth/ mitgeführt ich en Kb-dert ware/ warum er meinetwegen ler meinig geſchrieben. Aber ohngeachtet 750 bner Gründen/ hat er ſeine Meinung ben vdern wollen/ und wil mir nicht erlaube e