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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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bald jhre Schiffe belad n in dem Hafen da dieWaar verkauft werden ſolle ankommen/ ſeyndſie genohtigt/ fur den von den groſleren jhrenUnderhandlern angebottenen Preiß ſchleunigzu verkauffen/ um ein Capital zu ſamlen; das

für die Wagar ſo ihre Schiffe wieder mit neh-

men/ entlehnte abzuzahlen; und für das fol-gend Jahr Credit zu finden.Welches dann zu der Verſtanddnuß zwi-ſchen jhren Befehlhabern und Underhandlernmit den Kauffeuten Anleitung gibt/ als die jh-nen ſolche nohtwendigkeit zu verkauffen derge-ſtalten zu Nutzmachen. In deme daß dieſer ei-

gen Nutz der Compagnie Gewinn ſchwaͤchen

und guten theils deſſen in den klareſten Mitlen/die Intereſſe des droben gemeld aufgenomnenGelts/ zuentrichten/ verzehren thut/ denn dieſerIntereß belauft ſich von einer geit zur andern/jetzt mehr jet weniger/ nachdem die Befelhaberund Underhaͤndler ſolchen belauffen machen.Da hingegen die Frantzoſiſchen Sehiff der-Guter Vor⸗ gleichen Wagr als die Hollanbe. berfuͤhrend;ſchlan. über das auch baars Gelt den Arbeitern ſo inden Landſchaften die Waar machen/ auch einen

GroſſerNachtheilder Compag-Ne.

Theil auf den Belauf der Wagren für das fol-

gende Jahr vorzuſchieſſen/ mitbringen werden.Ver mitels dieſes Vorſchuſſes/ wird die Com-pagnie ſo groſſe Intereſſe der 2. iy. pro cento wie die Hollander zubezahlen/ uͤberhobenſeyn/ und ſchoͤnere Waar auch in billichermPreiß bekommen. Alle Handwercksleut wer-den lieber fur die Compagnie in Betrachtungdes baaren Gelts/ arbeiten/ die Gegenladungder Schiffe wind bereit ſeyn/ ehe dieſelben in denHafen eingeloffen. Und weil ſie ſehleunig wie-derum geladen/ koͤnnen ſie die bequeme Zeit derWiderkehr in obacht nehmen/ und ſich derenbedienen. Die Compagnie wird nicht genötigtſeyn/ drey oder vier groſſieren die den Gewerbin jhren Gewalt gebracht/ um ein Spott zu er-auffen/ weil jhre Underhandler der frembdenKaufleuten welche die Waaren abzuholen kom-men/ erwarten; oder ſolche ſelbſten an die Ortda ſie verkauflich/ werden ſchicken koͤnnen.Noch iſt zu mercken/ daß mehr Nutzen dasGold und Silber in ſtaͤnglein oder Stuͤckena Als in gemuntztem Gelt in Indien zu bringen/dean gelt weil das Gelt in Indien allein nach ihrem5 Schrot Korn gangbar und jederzeit wegender Muͤntz Unkoͤſten auf dem gemuntzten GeltAbgang iſt. 12Wann der Underhaͤndler untreu/ kan der-ſelbe auch mit den Müntzmeiſtern des Mogolswelche in dem Hafen beſtelt/ einen Verſtandder deen haben/ und das Gelt oder Gold und Silber inMb. Stanglein auf einen geringern Schrodt/ alsder Halt iſt/ ſetzen; dem Befehlhaber/ und deſſenNaht vorbringend/ daß in der Prob ſo in derMuüntz gemacht/ ſolches nur von ſolchemSchrodt hefumden worden.

Aber dieſen Betrug zu verhindern iſt leicht/

dafern der Befehlhaber aufrichtig/ und eineWiſſenſchaft hat zu 1 1 8 der ſelbe ei-nen Gold und Silberlauterer des Lands/ derenunſchwar zu finden/ und welche die Prob derMetallen ſehr wol verſtehen ſich komen und

Pro cento genieſſen; welches dann dee

Reisbeſchreibung in Indien.

die Prob in ſeiner Gegenwart machen laſſet,Das hat ⸗Herꝛ Wackenton, welcher Be-fehlhaber in dem Contor ſo die HolländiſcheCompagnie zu Kaſein-batzar, von dannen ſel-be jahrlich 6. in. tauſend Ballen Seiden wegführen laſſen/ gethan. Er funde bey dieſer Prob/daß er von ſeinẽ Underhandler mit dem Munzmeiſter ſich verſtehend; um 1. oder a. pro ceto auf dem Halt des Golds und Silbers/ ſo ſh-me auß Japon, es ſeye in ſtaͤnglein oder⸗ſtuckenoder gemüntztem Gelt gebracht wurde; und)hiemit die Compagnie um namhafte Summabetrogen worden. 75Derlinderhaͤndler kan

jenigen/ welcher das Gold und Silber in Stalt-gen oder Stucken gemüntzt oder in Pulfer/ ab-wigt; allzuſchwaren Gewichts oder Wag dienicht juſt iſt/ ſich bedienend.Dieſen Betrug zu verhindern/ iſt auch leicht/wann der Befehlhaber mit Beyſtand ſeinesRahts in Gegenwart mit gefochtenen Gewichund Wag dieer in ſeinem Loſament haben ſolle/ abwegen laſſet.Eines welches das allerwichtigſte bengantzen Gewerb der Compagnie und zu rechteOrdnung ihrer Contorn in obacht zunemendieſes/ u verhindern/ daß die Kauf⸗ und Undei-kauffeut die Ober⸗undlnderſchauer/ welche 100Befehlhabern und Underhaͤndlern undergebeoder guch dieſe zween Vorgeſetzte/ für ſich iſonderheit keinen Gewerb treiben; dann weiledieſelben mit allen Arbeitern bekant/ und aul 5den Correſpondentz⸗ Schreiben/ der anderSomorn den Bericht welcherley Waaren befolgende Jahr guten a gang haben werde/ ſhen koͤnnen/ ermanglen dieſelben nicht für J)Rechnung deren einzukauffen/ und in der Copagnie Schiffe mit adrellierung an Ihreſpondentẽ die mit jhnen den Gewin theilen/ 11che einzuladen/ der Befehlhaber entweder 1. leſeines eignen Nutzens willen/ oder auß ndurch die Finger fehend/ geſtattet Ihnen die 7Vortheil zu ſuchen/ under dem Vorwand örer geringen Beſoldung. Der Schiff P öhat mit ihnen ein Verſtand/ weil er hein 7auch/ damit er die Ein⸗ und Außladung zu ebe/ einen Nutzen bekomt/ und weilen dieBeamte/ kein Capital/ wollen dieſelben, derJuruckfunft des Schiffes den Velauf; 7Waaren gern wiederum haben; und zu

Ende ſchreiben ſie jhren Carneſtendemen ce

fert

in 10. pro cento wolfeiler zu verkauffe/ drun-dieſelben wol thun koͤnen/ ſintemalen wie beden gemeldt werdẽ ſolle/ ſie weder zusurat⸗ lenzu Gomron feine Koͤſten und Zol beich 26.und hiemit einen Vortheil von ungefah m-

u-pagnie/ und ſonderlich außlandiſchen Ne 1ten ein mercklicher Machtheil bringen lutle/Wider dien Mißbrauch z wich umuß man den Fehler der Hollände m diNutz machen/ und thun wie ſie/ nac

ſelben den Schaden durch viel jahrige El 10

rung erkannt/ gethan haben. Dann, 2 5

Befehlhaber iſt nicht unbekandt/ wieviel 2

rl ferner betriegen wat daer einen Verſtand mit dem Muntzmeiſter oder geuſch

dem Gale