Das Ander Buch
hn ſollen/ wann nur eine Stelle ledig/ vorge-1 Aber nachdem ſeit etlichen Jahren der Ge-N 705 von Batavia und deſſen Rahte geſehen/wie ein groſſer Nachtheil dieſer Mißbrauch/e nee e ſte deꝛſelbenHeſehrteben/ daß jhnen deute/ was Stands ſol-che waren/ zwar wol/ aber nicht mehr mit der-. ichen Recommendation, wie vor dieſem be-5 Vochen überſchickt werden mochten/ daß indias künftige ſolches denſelk en eher verhinder-hie als befürderlich ſeyn wurde/ ſintemalendich billich daß Gunſt vor Recht gehe/daß der3 der ſebal und deſſen Rahre die Geſchicklichkeitdenen die Ionen geſchrec wunden wol zuöde und za underſcheiden/ und nachdem einoder der ander tüchtig/ und ſo rathſam befun-en, zu gebrauchen wiſſen thaten.1 5 nd das ſſt/ was ich/ betreffende die Ord-dungen in den Contoren/ und den Mitklen/ de-eee ommpggnie mn ihrer Einrichtung5 n den Oriental⸗Indien/ in obacht genom-Aae zur Nachrichtung vermelden
0 Aber eines daran einer Getwerbs⸗Gemein-g 5 haft nicht wenig gelegen/ und welehes dieſelbeAch ol zu betrachten/ hatte ich bey nahe vergeſ-e Dis anbero gebrauchen ſich die Holland0 8 Vorſichtigkeit keinen Schiff⸗Patꝛonen undMeggel. Schiffern nach Indien zu ſchieken der nichter dich alle Claſſen vonenem Schiff Jungen,N biß auf die oberſte Stelle gegangen/ der dieHohe der See nicht recht zunehmen verſtehe/d baddem nicht alle See⸗Kuſten bewuſt ſeyen/ i-ber das find dieſe Schiff Patronen nicht fecker-haft/ ſondern begmigen ſich für ſhre Nahrungh.beten Ochſen⸗Fleiſch/ und dieſen Leuten ſol-. in Warheit nachthun; mit etlichen
aft eren Nationen iſt das widrige/ als welchede guf die Schiffe ſolche Capitain ſetzen/ dieGi Meer niemal geſehen/ und allein durchunit zu dieſer Stelle gelangen. In demedae dieselben ſich zu Schiffe begeben/ mußSal h oder Küchen Dora ie, ceJ 10 er gemeine und Indianische Hüner ſo
kat viel Wafser brauchen/ und durch ihren ln-urch n Hroſſen Geſtanck in dem Schiffe ver-Fi n thun vorhandenſeyn die Sparſam-in iſtder Gewerbs⸗Gemeinſchaft ein nicht ge.5 ders und dieſes ein Stuck/ welchesdſelben Verwalter wol in obacht nehmen
poelan.
n 950 Das XV. Capitel
Von den Diamanten/ Gruben und Fluß
f fen ⸗ wo ſolche gefunden werden/ und3 zwar erſtlich von der Reiſe des Autorsin die Gruben zu Raolconda.„es Diamant iſt der köſtlichſte underallen Edelgeſteinen/ und eine ſolcheDandlung/ auf die ich nnch am mei-
ſten gelegt. Deſſen eine vollkommene Wiſſen-ſchaft z erlangen/ habe ich wollen in alle Dia-mant⸗Gruben/ und in emen der Fluſſe/ wo ſol-che gefunden werden unh begeben/ und gleich-wie die Forcht der Gefahrlichkeiten mich mie-mals von meinen Neiſen abwendig gemacht/alſo iſt auch die ſchröckliche Abmahlung/ wel-che man mir von dieſen Gruben/ als von einem
Gruben
Diamank-
wilden Lande/ wo man nicht/ als durch gefahr⸗ hlt man fur
liche Wege hinkommen konte/ vorgebildet/ Ab
niemals tüchtig geweſen mir einigen Schra-
cken einzujagen/ noch mich von meinem Vo -
haben abzuwenden. Demnach bin ich in den 4.
Gruben/ von welchen ich Beſchreibung thun 3
will und ineinem der 4. Flüſſen worauß manbie Diamanten ziehet/ geweſen/ und habe we-der die Schwarigkeit/ noch die
genheit ſelbiges Landes übel berichtet geweſenmir wollen weiß machen. Alſo daß ich ſagenfan/ ich habe den andern die Bahne gebro-chen/ und der Erſte auß Europa geweſen/ ſoden Europeern den Jeg zu dieſen Grubenentdecket/ als welche die einzigen Oerter inder Welt ſeynd/ da der Diamant gefunden
C 8Ddie erſte dieſer Gruben iſt auf dem Bodendes Königs von Vilapour, in der Landschaft dehenCarnatica, und der Ort wird genemiet Kaol«-conda, welcher 5. Tagreiſen von Golconda,und 8. oder 9. von Vilapour iſt. Weilen aberdieſe Koͤnige von Golconda und Viſapour,vor dieſem Underthanen des Groſſen Mogolsund in ſelbigen Landern nur Statthalter ge-weſen/ felbige aber jhnen nochmals durch Auf-ruhr eigenthüͤmig gemacht/ als hat man bey
funden/ welche etliche Leute/ ſo von der Gele-
Wo dieſeGruben ge-
1 NHereſchaft
underſchiedenen Volckern vorgegeben und ſa⸗ in deenzel.
get auch noch der Diamant komme auß demLand des Groſſen Mogols, Es iſt nicht mehrals 200. Jahr/ oder etwas druͤber/ daß dieGrube zu Raolconda entdecket worden/ wieich auch von den Innwohnern habe verneh-efRings um den Ort/ wo man den Diamantfindet/ iſt ein ſandichtes Land/ voller Felſenund Walder/ gleichwie bey Fontainebleau,
In ſelbigen Feiſen findet man underſchiedene Beſchreſonz
Adern/ bald eines halben/ bald eines gantzenaue breit/ die Diamant⸗Gräber habenleine Eiſen/ welche vornen krum ſeyn/ dieſel-ben ſtoſſen ſie in die Adern/ um den Sand/ o-der die Erden herguß zuziehen thun ſolchehernach in Gefaſe/ und under dieſer Erden fin-det ſich der Diamant. Weil aber dieſe Adernnicht gerade ſeynd/ und bald in die Hoͤhe/ baldunderſich gehen/ werden ſie gezwungen dieFelsen zu brechen/ und müſſen dennoch wolzuſehen/ daß ſie den Gangder Adern treffen.Nachdem ſie alle eröffnet/ und die Erde oderden Sand/ welcher darinnen geweſen zuſamen
geſaußlet waschen ſie olchen a.oder z wal und 8
ſuchen under dieſer Erden/ was von Diaman-ten zu finden iſt. In dieſer Gruben iſts/ wo mandie ſchoͤnſten und halleſten Steine findet/ aberdiß iſt das grgſte/ 1 wann ſie den 9 mit
eichted
wie der Dig-mant geſu-chet wird.
Der Dia-mant⸗ Graͤ-bern Inſtru-ment darzu.