8
Nasbeſhrabug in Indien
———
Das XVIII. Capitel.
Von an erſchiedlicher Art der Gewichtenur die Diamanten zu waͤgen; von derG Gold⸗ und Silber⸗Muͤntze/
—
ſo daſelbſten gangbar; die Wege/ dure
welche man dahin gelangen kan und dieRegel/ welche man hat/ den. derDiamanten zu wiſſel.
Ch konne anjet guf, etliche Ugun-de/ ſo die Handlung der Digmanena 12/ und welches zu wiſſen der Leſer
Bellre-
bung der
5 Handlung Nder, Di amg;5 noch jemand n dieſer Materi geſchrf ebenhabe.
Ich wil esel. ch von unter ſchrdlchen Ge-wichten/ deren man ſich in dieſen Gruben ſowol, als in gantz Aſten bedienet /r eben.
Inder Gruben ve en Raolconda, wget manmit Maangelin; und ein Mangel in iſt la. vomCarat, dg iſt ſo viel als ſieben Gran. N
In der. bone am oder Coulour he-dient mau ſſch gleiches Gewichts. 1
In der Gruben von Sonde pour in Ben.
gala wieget man mit Ratis, und iſt der Ratis
Gervjcht.
hm, vom Carat oder 3. Gran und ein z. Man fel
brauchet in dem gantzengels kein anders s Gewicht.N In dem Königreich Golconda und Vifa-pour bedient man ſich der Mangelin, aber ein
Reich des Größ Mo-
Mangelin iſt in ſelbigen Orten nicht mehr als
ein Carat und. Die Por kügeſen brauchen glei-9 Gewicht zu Goa, aber es iſt lücht mehr als5. Grgn.Ich komme aufd die Gelt⸗S Sorten/ mit welchen man die Diamanten in in Indien kauft.Erſtlich indem Königreich Bengala guf dem
Der India -ner Gelt-Sor ben,
qu dem K⸗ Hoden des Kala, von welch hem ich gerede habe/
reichen. i gleich wie ſie in die Länder des Groß⸗Mogolsdie 19 5 g ingeſchl oſſen nd/ als geſch cht die Bez ein Beugies in Roupies. 5
In ben wehen Gluben/ wel ſchein dem Ko tö-nigreich Vila pour, um Raolconda 1 um ſind/bezahle man! in neuen Pagod es, welche der Ko-nig unter ſeinem Namen muntzen laſt/ weilenEr ganglieh von dem Groß⸗Magel abgeſchnit-ten, Die neue Pagodes find nicht a zeit ingleichem Werth/ dann bald gilt ſoiche breyNoos ubb el en/ bald mehr/ bald min-der/ angeſehen 1 ſteigen und fallen/ nachbe-me die Wechs er ſich mit den durſten und Be-fehlhab ern vergleichen..
In der Gruben von Coulour oder Gant, ſodem. von Golconda gehori ig geſchichtdie Bezahlung auch in nellen Be 48 0 des, ſwelchein gleichem Werth /! wie des Noönigs von Vila-pour, Aber man muß ſol Ache alen vonein biß vier von Hundert mehr kau uffen/ weſlenſie ven keſſam Gold/ und weil Wanke ine an-dere in bieſer Gruben nim. Dieſe Pagodesf weldeh dich die Holl ⸗ und Engelle
muntzet/ w elche dies Freyheit von dem Konig,es ſeye m it Gute oder Seiwalt- 0 ßein eder
Ill den zweyẽGruben bes
1 Königs 3Viſspour inFagodes,
Ju der Gru-ben voncon.jour auch inPagodes,
vielleicht froh ſeyn wird/ nicht glaubende/ d daß
daß man manchmalen von eins
N einen 5 ken Theil von Hundert.
5
in feiner Veſtung mungen dorffte/ bekemte i 950 0haben/ u adkeſten der Hollander ihre ein oder ander 0zweg von Hunderk mehr als der Edel ander eweilen ſie beſſern Sch lags ſind auch habenndie Graber ſolehe viel lieber. Abet weilen denmeiſte Theil Kauf⸗ eute von der feen,,nung eingenommen ſind⸗ 5 die Leute in denGruben rauhe imd faſt wilde deute ſeyen/ undaß anderwärtig die Wege von Golconda indie Gruben ſehr fahrlich ſehn ſollen/ bleben ſie gemeiniglich zu Golconda, allwo bieſo graben lalſen ihre Leute haben/ mit denen 5ſie Briefe wechſeln/ und wo ſie die Diamanben hin ſchicken zie chu in dorten die Bezahlungin alt⸗ge ſchlagenen Pagockes von Viel Jahr-hunderten her/ mit unterſchiedlicher HustenBilbnus bezeichnet/ in Indien/ ehe dieMahometaner dorter geſctet harten/ ge⸗ 5hereſeh et haben. Die des gellei r Boupies Anbei in hal5 ob ſie ſchon nicht wena ſoohne ee aſwagen/ we lches einige Ber wu derung geben 5mochte/ wann ich nicht die Urſach mel de-Das iſt die Urſache„daß die Oheral odee nig zu ver pf fichten daßzicht wieder ſchlagen laſſe/ geben ſiegroſſe Summa/ wellen ſedavon einen graf Gewinn giehen.die K. auf⸗ Leute empfangen keine vol aar,. temen von dieſennbsleinbey ſcch haben e ache zudurchſehe idie einte finden ſich gußgeleſchet/ die andern vonneee lag/ andere/ ſo nicht cgewiehlig 7ſo wol/ daß wann man ſolche ohne ſie einne)me/ man viel verlieren! vürde/ und r nah! 1ſie ſchwerlich in vor rigen Stand een/ oh fauffüuf 30oder ſechs vom Hundert verl⸗ mite 0dem/ daß in an ihnen den vierten Thill 5Hundert vor ſhre Muhe bezahlen muß. Wannman die Graber bezahlt/ wurden ſt ie deegodes quch nicht ohne die Gegentvark desWechslers annehmen/ welcher ſie deten o guioder bos ſind/ ver ſichert/ und nimt von Abend.AbeZeit abzubrechen/ wann man eine an hu, 5Bezahlung thun will/ als wie von ebiß auf zwey tauſend Fasocles, nachbenme mdem Wechsler ſein d t bezahlet/ thut erchen in eit inen klei jnen
Sack/ auf welchener en 0Seichen drucker/ und wann man dem Kall
die Diamanten zahlen will/ führe man 5
ſarnt dem Sack zu dem Wechsler/ we 1
nachdem er ſein Zeichen ohnver ſehr Kerken
berſt chert er ſolchen/ daß er alles durchſin
und daß er jhme vor alles/ ſo nicht alt 1 0 1
ſprechen wolle. 10 Wet 0
Was die Roupies anbelangt ö wit 14. 0
ohne Uinterſchei die e Muüͤntze des Gle 1
Mogols, und! die des Königs von Son e
diewe ilbie⸗ 10 dieſer 1 Konig ſchlas 5
Mogols Bildnus craget/ wie ſie un l
der Ubereinkommen. 5Im ubrigen haben die Indianer! mehl 10
ſtand/ und ſe. ſeynd bey chan ker/ als 1 9