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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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ben/ weilen er ſelbſten wider heim reißte/ unddie Zeit ſeiner Dienſten verfloſſen ware. Alleinweder Engellaͤnd⸗ noch Hollaͤndiſche Schiffekonten in mehr als 3. Monaten nicht in Kuropa umkehren/ und ich glaubte/ daß ich diſe zeitam beſten zu Batavia vertreiben wurde/ wo ich

etwas kauffen koͤnte/ un mein Gelt auff der

Neiſe anzulegen. Alſo nahm ich meinen Ab-ſcheid bey dem Herden Preſidenten, biß audie zeit/ daß die Schiffe abreiſen ſolten/ und erverehrte mir ein groſſes Faß Engliſches Bier/um ſolches mit mir auff Batavia zunehmen/alwo ich/ wie er ſagte/ wenig finden wurde/ weilder General ſolches verboten hatte wohl wiſ-ſend das der Engellandiſchen Geſellſchafft deſ-ſen ankommen were. Aber wann er uns nurdiſes uͤbel bewieſe verſetzte der EngellandiſchePreſident/ wird ſich die Geſellſchafft deſſen

wenig bekuͤmmeren/ und ſie wird doch nichts

deſto armer ſeyn/ wañ ſchon ihr Bier ohn ver-verkauft bliebe. Es iſt dannoch im Grund derSache nicht alſo/ daß wann das Verbott deßHollandiſchen Generals und ſeines Rahts ge-waͤhret harte/ ſolches den Engellanderen nichtnachtheilig geweſen ware: dann ſie machen ei-nen namhafften Gewinn auff dem Bier/ unddieſes bringt jhnen Jahrlich eine groſſe Sum-Ich habe ſchon vor dieſem geſagt/ daß esdeß Volcks von Batavia groſſe Ergöͤtzlichkeitiſt/ die neuen Getrancke ankommen zu ſehen/und uͤber alles das Engliſche Bier/ und das

ſo Braunſchweigiſche Murnme genennt wird.

Es glaubet ſolches/ daß diß Bier zu ſeiner Ge-fundheit diene/ und der meiſte Theil wurdeſich foͤrchten/ nicht mehr die uͤbrige zeit desJahrs zuerleben/ wann ſie nieht von dieſenErfriſchungen hätten. Alſo daß gantz hochwider den General und ſeinen Naht gemur-ret wurde; ſo gar die Wirthe underſtun-den ſich von den Engelländern Bier zu kauf-ſen/ der General thate die Augen zu/ und dieNahtsherꝛen Weiber waren froh/ daß ſie deſ-ſen trincken konten. fAls ich in dem Port zu Batavia an dasard geſtigen ware/ liefe einer von der Wachtzu der Zollkammer anzuzeigen/ daß ich miteinem Faß Bier angelanget were/ welchesich unterdeſſen guß dem Schiffe nehmen lieſſe/und gantz nahe zur Hauptwacht legen. Nachdeme der Zoll⸗Kammer⸗meiſter ankommen/ſagt er/ daß er mir die Erlaubnuß das Faß inmeine Bewohnung zu verſetzen nicht gebenkonte/ daß ich deß Verbotts deß Rahts nichtunkundig ſeyn ſolte/ und daß es beſſer were/ich thate ſolches wider auff das Schiff/ undſchickte es auff Bantam zurücke. Als ich dem-nach ſahe/ daß keine Gunſt zu erlangen were/und umb die Hauptwachte herum zu entſe-tzung deß Hafens gerichtete Stücke und einegroſſe menge Kuglen waren/ lieſſe ich eine vondenen Kuglen nehmen/ und damit einen vondeß Faſſes boden einſchlagen. Als dieſes ge-ſchehen ruffte ich den Soldaten und vorbeygehenden; Kinder kommt und lahret dieſesFaß und trincket auff geſundheit des Koͤnigs

ff ne Wohnung konte bringen

ben ſich durch Mittel dieſer

wolte gern dort feine beständige Wohne

Reis beſchreibung in Indien/

in Franckrrich meines gnaͤdigſten Herꝛen/ und eauf deß Furſten von Uranien ſeing; Eunach welchem ich auch des Herꝛen Genera beund der Herꝛen des Nahts meldung thate. 4 JWeilen num memand das krincken ſparte/ koa ere das Faß ſchon halber außgelahrt/ als eBedienker des Herꝛen Generals ankame mezu ſagen/ daß ich mein Faß mit Bier in me-laſſen. So balich dieſes vernommen/ lieſſe ich den Boden wilder in das Faß machen/ und ſolches wegtra-gen; nach welchem ich eine Flasche von ſecheMaaßen anfüllte und ſie dem Herzen Generaſchickte/ wohl wiſſend/ daß es das erſte wallſo er ſelbiges Jahr getruncken hatte/ und mtdem übrigen verehrke ich meine Freunde.Ich ware willens/ wie ich ſchon geſagt ha-be) die dreh Monat/ biß daß Schiffe in diChriſtenheit abſegelten/ zu Bata via zu zubeib-gen; allein weilen das Leben/ ſo alldorten 9fuhrt wird/ ein muſſiges und verdrußlichesLeben iſt/ und faſt keine andere Zeitvertrel din 97dung als ſpielen und trincken/ nahme ich vor daleinen theil dieſerdrey Mongten um den Konig evon Japar, ſo ſonſten der Kayſer von Java ge-nant wird/ zu ſehen. Er iſt es ſo vor diefenKonig über die gantze Inſul geweſen/ ehe derKönig von Bantam, welcher nichts als Gußbernator einer Sandſchafft ware/ ſich wider nauffgeworffen hatte/ und die Hollander haTrennung diesezweyen Monarchen in dem Lande feſt geſeze-Dann ſo bald der Konig von Japar Batabelägern wolte /hat der Konig von Banter.den Holländern alſobald Hüfffe zugeſchickt;und wann ſolche von dem König von Banteangegriffen worden/ welches offtmahlen g-

ſchehen/ iſt ſolchen der Konigvon ſapar gui,

fe kommen. Ja gar wann dieſe zwey König,imiteinander Krieg fuhren/ werden die Boländer dem ſchwächſten beyfſehen.. BhDer König von Japar halt in einer Saß 1.von welcher er den Namen tragt/ ſeinen en balund welche von Batavia auff dreiſſig Meileentfernt iſt. Man kan nicht dahin alf 15 5dem Meer/ nach der Lange des Sanden

und iſt ſolche nahe bey acht Meilen in ß

Land. Voß der Satt falt ein chöne nd

biß in das Meer/ allwo ein guter Haft

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ſchoͤnere Hauſer als in der Statt.benzaber er glaubt alldorten nicht ſicher lunDen Abend als ich mir vorgenommel berte von dar abzureiſen/ gienge ich von einen ch-Indianiſchen Rahtsherzen Abſchied ich 10nnen/ und als ich ihm geſage hatte daß 1hdem Koͤnig von ſapar wolte verwunderte 0-höͤchlich darüber/ dieweil damahlen die Eryig und die Hollander tod⸗Feinde wal Welerzehlte mir die Urſach auff folgendedeDer verſtorbene Konig/ ſagte er 1 un

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ſen Vatter ſo albereit hereſchek ha b auff du 0

eit daß die Holländische Geſellſchalt gun gens101 5 0 1 19 Batavia albchen 5laſſen/ keinen Frieden mehr mit N geg derwollen. Obwohlen in wahrendem K Fon