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3 Drittes Buch.
che der Frucht des Baumes deſto eher zuge-wieſſen/ ſolchen bey dem Fuß abſchneiden anſtart dieſelbe abzubrechen. öEs hat wenig gefehlt/ daß nicht ein groſſeerwirzung in der Schiffsflotte entſtanden.Ob ſchon unſers das letſte von Batavia ver-keiſet/ weilen es aber ein gutes Segel⸗Schiffwar/ iſt es das ander geweſen/ ſo zu St.elenen angelaͤndet. Eines Tages wolten
er Vice Admiral, der Hauptmann undandere Officirer mit dem Nachen oder Bey-ſchifftein gegen dieſer Ebene ſpatzieren fahren/um etliche Krauter und Citronen zubeſichti-gen. Als wir dahin gelanget(dann ich wa-re von der Geſellſchafft) ſind wir ſehr be-Urtzt geweſen/ als win die Baume ohneAcht geſehen/ und allein etwas von uͤber-gebliebenen Kohlen und Ruben angetroffen.
Vir bildten uns wohl ein/ daß die von dem
chiff/ genant l. Encuſe, ſo etliche Tag voruns ankommen/ dieſe Streiffung gethan/and unſer Vice- Admiral enfſchloſſe ſich andas Lande zufahren/ um den Augenſchein deſ-en einzunehmen. Nachdem wir dahin ge-langet/ haben wir viel Citronen und Krau-ker in den Kamern des Hauptmanns unddes Schiffherꝛen geſehen/ und alle.knechre botten den unſeren Citronen/ deren ſiebwohl verſehen waren/ an. Der Schiff-gauptmann wolte den Vice-Admiral damiteſchencken/ welche er nicht annehmen wollen/ſagend/ daß dieſes die gantze Flotten betrle-gen wurde/ und vonnoͤhten ware/ daß alledieſe Erfrischungen müſſen auffbehalten undehſeits gelegt werden/ biß daß alle Schiffeangelanget faxen/ damit ein jeder Kranckezeren genieſſen konte; die Vootsknechteald Soldaten/ ſo jhre Kiſten damit ange-
fler halten/ wolten gar nicht einwilligen/ der
gese- Admiral ſich ſeines Macht⸗Anſehens/gebrauchend/ ſagte; daß wann ste micht alleso ihnen von dieſen Eitronen uͤbergeblieben/5 erbrachten er bey Ankunfft des Admiralen0 d der übrigen Flotten ſo in eilff Schiffenbeſtunde/ jhrer viel wolte hencken laſſen. Derſchauptman über die Bedrohung gantz er-ſchrocken⸗ brachte ſo viel bey ſeinen Leuten zuigen/ daß alles in die Kammer widerge-dacht und verſchloſſen wurde/ bis daß dieAntze Flotte beyſarnmmen/ damit ein jedeschiff ſeinen Antheil von dieſer kleinen Er-
i fiiccung bekärne.
Nachdeme die gantze Schiffdffott vor an
u Reede St. Helenen Ancker geworffen/tale nicht als Gaſtereyen und Ergoͤtzlichkei-dan bald auff einem/ und bald auff dem an-ſhen Schiffe zuſehen/ und die Engellaͤndi-15 Flotte/ ſo in neun Schiffen beſtunde/ ka-zweg ag bald hernach an. Es kamen nochein er Vorkugaſſſche Schiffe mit leibeigenenbon did. andern Geschlechts beladen welcheDeron u, Strand Guines in die Gruben desHoll führten/ darinn befanden ſich etlichefeel da der von unſerer Flor en/ welche zu Ca.Leuten Ame verblieben/ und dieſer armenSprache kundig waren. Sie bega-
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2ben ſich zu ihrem Geſtade/ heydes um ſie/ wieauch etliche Hollandiſche Bootsknechte/ ſodie Portugaſer bedienten zuſehen/ und die fol-gende Nacht warffen ſich zweyhundert undfünfzig oder mehr dieſer armen ſchwartzen indas Meer. Es iſt zu glauben/länder ſo ihrer Sprache erfahren/ ihnen ge-ſagt/ wie ſie erbärmlich gelwann ſie in dieſe Gruben kamenſolches die Urſache geweſen/ ſoVerzweifflung veranlaſſet hatte. Es iſt wahr/daß es eine harte und armſelige Dienſtbar-keit iſt/ dann zum oͤfftern/ nachdem man etli-che Tage gegraben/ gibt es gewiſſe Herter/ al-wo der Grund oder die Erden einer als an-derer Seiten beweglicher/ und weicher iſt/ undwann dieſe Erden einmayl anfangt zuverfal-len und einzureiſſen/ verſchlitegt ſie zugleich indie vier oder gSo bald ſie in die Gruben verdammet undHand anlegen muſſen/ ſihet man ihr Ange-ſicht/ jhre Augen und jhre Hqut allerdingsFarbe enderen/ welches von den dampffen/ ſoauß dieſen Hoͤhlenen herauß kommen/ entſte-het/ ſie werden alda gleichſam nur von derviele des Brantenweins/ ſo man beydes Mañund Weib zutrincken gibet/ erhalten. Es
daß dieſe Hol⸗ lende
ß dieſe Feee keit der Selagehalten wurden/ 55 in denund daß7„„ e, Gold Gru-ſie zu dieſer ben. ö
enenniſchz
fünfhundert djeſer armen Leuten.
gibt deren Leute die mißt mehr leibeigene ſindp
und welchen Ihre Herꝛn die Freyheil gegebenhaben/ welche demnach nicht unterlaſſen in die-ſen Gruben zugrbeiten/ und viel darbey gewin-nen/ weilen ſie aber Sambſtag abends auß
diefen Gruben gehen/ um Montags fruh wi-
der dahin zukehren/ pflegen ſle ſelbige Zeit ſoviel Brantenwpein/ der ſehr keur iſt/ zu trin-cken/ daß ſte alles ſo ſie die Wochen hindurchgewonnen/ verzehren/ und glſo ſind ſie allezeitarme tropffen. 5
So lang beyde Flotten an der Reede St.Helenen gelegen/ hielten die Engel und Hol-
länder einandern Gaſt/ und alſo pfegt nan
immerdar gut Geſchirꝛ zumachen. Den Tagſo unſer Vice-Admiralund einen Theil der Engellandiſchen Flotteſpeiſete/ geſchah es nicht in unſerm Geſtade/dann ſo bald er mir ſein Vorhaben entdecket/rahtete ich hme/ ſein Mahlzeit zu Lande zu-halten/ welches mit mehrer Ehre und Frey heitals die anderen nicht gethan hatten/ zugehenwurde. Ich botte zu die ſem End ihme meinGezelt ſamimt den Teppichen und den Banck-küſſen/ ſo ich annoch bey mir/ und deren ichin meinen Reiſen zu Lande mich bedient hatte/
Weins ſo mir die Fraucdenerglin verehrt/ jh-me zu lieb anzuſteehen: uñ daß ieh auch ein halbdetzent Flaschen Mantiſchen Weins und ſoviel von Sitiras vor die Nachtmahlzeit findenwolte. Er nahme das Anerbieten mit Freudenan und wir begaben uns glſobald auf das dan-de um das Giezelt auffzuſchlagen awelchesnicht ohne Mühe zugienge/ weilen wir kein Ortfänden ſo eben geweſen/ und allein die Ge-gelts gröſſe in ſich gehabt hätte/ aber unſereBoolsknechte haben eines nahe bey dem Waß-ſer auffgerichtet/„ man bey 158 3 61
unſern Admiralen,
Der Hollaͤn-57 luſtigese
au mit verſprechen das Faßlein Rheiniſchen d
ben an dis-
n Orten.