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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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der grauſamen Verfolgung wieder die Ehriſten/ inſelbigen Inſuln.

5 ſolches nicht geachtet/ und ſagen wann alle15 die Schiffe ſo in Iapan geſchickt wuͤrden/ mitIhrer Ladung jedes mahl ohne einiges Un-glück zu ruck kamen/ ſo wurde die Com-pagni gar zu reich ſeyn.

Nach dem er alſo zu wegen gebracht/ daßdieſe Geſandſchafft/ mit ſolcher BarbariſchenManier zuruck geſchickt wurde/ gabe er dem9 General zu Battavia darvon Bericht/ inſtaͤn-darecden, dig anhaltend den unter Ihnen gemachteniheneor, Anſchlag nemlich ac ao anzugreiffen/ in daseic) Werck zusetzen/ mit vermelden daß ob eskae tet ſchon das anſehen hette/ daß die HollanderNüttn be. und Portugieſen in kurtzer Zeit/ ein Bund,

nus mit einander wieder Spanien machenwurden/ ſo were es doch allezeit gut zuvor

der Stadt Macao ſich zubemaͤchtigen/gleich wie ſie mit vielen Plaͤtzen in Indien ge-than/ als Portugal unter der Beherzſch-ung Spanien geweſen/ weil der Neue Ko-

nig ſich glücklich ſchaͤtzen wurde/ ihnen ſol-

che zuüberloſſen/ umb von Ihrer Republic

in Europa Schutz zuhaben. Dieſer General

W den Bericht des Preſidenten in obacht neh-wache von mend; war bereit zu dieſem Vorhaben ab-kann zuſeglen(als ebenein Geſandter Ihme vonbüge wage dem beſchloſſenen Stillſtand zwiſchen Por-ird. tugal und Holland/ und daß die Staaden be-

reits eine Schiffs Flotte nach lilabona, denPortugiſen zu Huff geſandt/ die Bottſchafftbrachte. Anfangs ſtelte er ſich als ob er esnicht glaubte/ da er doch lang zuvor deſſenbenachrichtiget worden/ und ließ den Ge-ſandten in harte Gefangenſchafft legenz nichtslſowehts deſtoweniger ſchub er die Abfarth ſeinerache Flotte umb etliche Tag auff/ unterdeſſen beb iſt. kam er von ſeinem Oberherꝛn Befehl/ die

Portugieſen als Freunde und Bundsgenoſ-ſen zu tractiren/ darburch ward der gezwun-1 gen ſeine gantze Macht wider die Moluc-. qiſchen Inſeln/ welche damahls in derSpanier Herſchafft waren/ zuwenden.

Der Prelſident war uͤber dieſe letztere Zeit-ung nicht wenig betruͤbt/ weilen er und derGeneral/ groſſe Anſchlaͤge über Eroberungdieſes Orths gemacht/ und der Compagnieverſprochen/ daß er es durch dieſes Mitteldahin bringen wolte/ daß ſie in der Handlung0 ſo woll in China, als im gantzen Orient eintzig1 und allein Meiſter ſeyn koͤnten. Ich muß11 bekennen daß Macao ſehr vortheilhafftig ligt/g uͤber dieſes gantze Meer die Oberhandt zuer-

halten/ und fuͤrnemblich auff den Kuͤſten

Fockien und Quantung/ allda alle Kauff-Schiff dieſes Reichs anlanden/ ſie lieget imEingang deß Meerbuſens Kanron/ der StabtQuanchu welches die 010 1rovintz iſt gleich gegen über/ in einer kleinenalb Jack ſo an eine groſſe ſtoͤſt; ſie iſt

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die Schiffe weil es nicht tief gnug nicht beyommen konnen/ außgenommen auff deru deiiten deß Hafens/ welcher durch einedanter por gute Feſtung beſchützet wird. Die Son-deſen. Pegul bekame damahls allein auß dem Jahr-Marck zu Quanchu/ 100. Kuͤſten allerley

bebaut gleichſam auff ein Vorgebuͤrge/ da

Sorten Seiden Zeug jede von 110. Stucken/und 2500. Stenglin Gold; die rohe Sei-den; das Geſponnene Gold/ und die an-dern Wahren ungerechnet/ daher unſchwerzuſchlieſſen/ welchen Mercklichen Gewin diePortugieſen daſelbſten erobert haben/ und wiegroſſe Begierde der Prelident hatte ſie dar-auß zuvertreiben.

Aber ſeine anſchlaͤge wurden nicht alleindurch die Veranderung der ſachen in Portu-gal ſondern auch wegen deß Verluſts der In-ſul Formola ſo die Chineſer den Hollaͤndernauff Angeben eines Franzoͤſiſchen Soldaten/deme der Gubernator zu Tayouan, nachverfloſſener Zeit ſeiner dienſte/ vielmahlen denAbſcheid verſagt/ weg genom̃en/ gantz verwir-ret. Dieſen Zufahl beſſer zuverſtehen/ it zuwiſ⸗ Perluſt berſen das nach dem die Hollander darinnen ei. Ace.nen feſtẽ Fuß geſetzt/ und alle andere ationenaußgenomen/ die Chineſer/ ausgeſchloſſen/hat der Keyſer dieſen erlaubt widerum dahinzukommen/ ſeit dem aber der Mord durchdie Iapaner in einer Chineſiſchen Stadt derenſie ſich bemaͤchtigen wolten begangen wor-den/ hat er die Handlung in dieſen 2 Rei-chen gantz auffgehoben/ und den Obineli-ſchen Keyſer veranlaſſet auff alle Koͤpfe derlapaner die ihme wurden gebracht werdeneinen Preiß zuſetzen. Die Hollander unter-lieſſen nichts zuverſuchen/ umb eine neueTrennung unter dieſen Voͤlckern anzurich-ten/ oder ſelbſten ſich eines bequemen Orthsden Gewerb der Chine ler in lapan gänzlich Des preſidenzuverderben) zubemeiſteren; der Preſidenr ten Nichtenſchrieb der Compagęnt/ ſelbige zu dieſem und trachtenVornehm anzureitzk/ mit verſicherung eines beſteher nurGewins Jahrlichen von Fünf Millonen; aden che.meldend daß obſchon ſie der Sadt Macao; den wöch.wegen deß geſchloſſenen Stillſtands zwiſchenHolland und Portugal/ ſich nicht bemaͤch-tigen koͤnten/ ſo muͤſte man nicht deſtoweni-ger alles verſuchen/ umb ihnen die Hand-lung zu unterbrechen.

Weilen ſie nun der Portugieſen verſcho-nen muſten durchſtrichen ſie das Meer wel-ches die benachbarten Inſuln vmgiebt/ nah-men die Schiffe der Chineſer welche nachMacao handlen wolten mit Gewalt hin-weg/ und veruͤbten vnerhoͤrte Grauſamkeitwider die Voͤlcker/ die in dieſe Inſul ſeit demEinfahl der Tartarn in China/ geflohen8 deß Chinchilunge Sohn/ ein Joringa be.beruͤhmbter Seeraͤuber/ welcher in dieſen dererInſüln erhalten/ was von Zerſtoͤrung die, monſes Reichs uͤbrig gebleiben/ herꝛſchete da-zumahl uͤber ſie/ und machte daß ihn die Tar-taren ſelbſten fürchten muſten/ er belagerteTayouan,dahin ſieſich gemeinlich retirir-ten/ und durch Eroberung dieſes Orths ver-jagte er ſie auß der gantzen Inſul! i

5 Dieſe Inſul/ an der Spitze der Phiſip⸗ der ſelben nndpinen ligend/ iſt ſehr groß/ Ihre Lange ge. ihre Gelegenhet von Norden zu Suden; und gegen We, beit.ſten/ hat ſelbige im Geſicht die ProuintzenFockien und Quautung; die Chineſer geben

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