der grauſamen Verfolgung wieder die Ehriſten/ inſelbigen Inſuln.
5 ſolches nicht geachtet/ und ſagen wann alle15 die Schiffe ſo in Iapan geſchickt wuͤrden/ mitIhrer Ladung jedes mahl ohne einiges Un-glück zu ruck kamen/ ſo wurde die Com-pagni gar zu reich ſeyn.
Nach dem er alſo zu wegen gebracht/ daßdieſe Geſandſchafft/ mit ſolcher BarbariſchenManier zuruck geſchickt wurde/ gabe er dem9 General zu Battavia darvon Bericht/ inſtaͤn-darecden, dig anhaltend den unter Ihnen gemachteniheneor, Anſchlag nemlich ac ao anzugreiffen/ in daseic) Werck zusetzen/ mit vermelden daß ob eskae tet ſchon das anſehen hette/ daß die HollanderNüttn be. und Portugieſen in kurtzer Zeit/ ein Bund,
nus mit einander wieder Spanien machenwurden/ ſo were es doch allezeit gut zuvor
der Stadt Macao ſich zubemaͤchtigen/gleich wie ſie mit vielen Plaͤtzen in Indien ge-than/ als Portugal unter der Beherzſch-ung Spanien geweſen/ weil der Neue Ko-
nig ſich glücklich ſchaͤtzen wurde/ ihnen ſol-
che zuüberloſſen/ umb von Ihrer Republic
in Europa Schutz zuhaben. Dieſer General
W den Bericht des Preſidenten in obacht neh-wache von mend; war bereit zu dieſem Vorhaben ab-kann zuſeglen(als ebenein Geſandter Ihme vonbüge wage dem beſchloſſenen Stillſtand zwiſchen Por-ird. tugal und Holland/ und daß die Staaden be-
reits eine Schiffs Flotte nach lilabona, denPortugiſen zu Huff geſandt/ die Bottſchafftbrachte. Anfangs ſtelte er ſich als ob er esnicht glaubte/ da er doch lang zuvor deſſenbenachrichtiget worden/ und ließ den Ge-ſandten in harte Gefangenſchafft legenz nichtslſowehts deſtoweniger ſchub er die Abfarth ſeinerache Flotte umb etliche Tag auff/ unterdeſſen beb iſt. kam er von ſeinem Oberherꝛn Befehl/ die
Portugieſen als Freunde und Bundsgenoſ-ſen zu tractiren/ darburch ward der gezwun-1 gen ſeine gantze Macht wider die Moluc-. qiſchen Inſeln/ welche damahls in derSpanier Herſchafft waren/ zuwenden.
Der Prelſident war uͤber dieſe letztere Zeit-ung nicht wenig betruͤbt/ weilen er und derGeneral/ groſſe Anſchlaͤge über Eroberungdieſes Orths gemacht/ und der Compagnieverſprochen/ daß er es durch dieſes Mitteldahin bringen wolte/ daß ſie in der Handlung0 ſo woll in China, als im gantzen Orient eintzig1 und allein Meiſter ſeyn koͤnten. Ich muß11 bekennen daß Macao ſehr vortheilhafftig ligt/g uͤber dieſes gantze Meer die Oberhandt zuer-
halten/ und fuͤrnemblich auff den Kuͤſten
Fockien und Quantung/ allda alle Kauff-Schiff dieſes Reichs anlanden/ ſie lieget imEingang deß Meerbuſens Kanron/ der StabtQuanchu welches die 010 1rovintz iſt gleich gegen über/ in einer kleinenalb Jack ſo an eine groſſe ſtoͤſt; ſie iſt
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die Schiffe weil es nicht tief gnug nicht beyommen konnen/ außgenommen auff deru deiiten deß Hafens/ welcher durch einedanter por gute Feſtung beſchützet wird. Die Son-deſen. Pegul bekame damahls allein auß dem Jahr-Marck zu Quanchu/ 100. Kuͤſten allerley
bebaut gleichſam auff ein Vorgebuͤrge/ da
Sorten Seiden Zeug jede von 110. Stucken/und 2500. Stenglin Gold; die rohe Sei-den; das Geſponnene Gold/ und die an-dern Wahren ungerechnet/ daher unſchwerzuſchlieſſen/ welchen Mercklichen Gewin diePortugieſen daſelbſten erobert haben/ und wiegroſſe Begierde der Prelident hatte ſie dar-auß zuvertreiben.
Aber ſeine anſchlaͤge wurden nicht alleindurch die Veranderung der ſachen in Portu-gal ſondern auch wegen deß Verluſts der In-ſul Formola ſo die Chineſer den Hollaͤndernauff Angeben eines Franzoͤſiſchen Soldaten/deme der Gubernator zu Tayouan, nachverfloſſener Zeit ſeiner dienſte/ vielmahlen denAbſcheid verſagt/ weg genom̃en/ gantz verwir-ret. Dieſen Zufahl beſſer zuverſtehen/ it zuwiſ⸗ Perluſt berſen das nach dem die Hollander darinnen ei. Ace.nen feſtẽ Fuß geſetzt/ und alle andere ationenaußgenomen/ die Chineſer/ ausgeſchloſſen/hat der Keyſer dieſen erlaubt widerum dahinzukommen/ ſeit dem aber der Mord durchdie Iapaner in einer Chineſiſchen Stadt derenſie ſich bemaͤchtigen wolten begangen wor-den/ hat er die Handlung in dieſen 2 Rei-chen gantz auffgehoben/ und den Obineli-ſchen Keyſer veranlaſſet auff alle Koͤpfe derlapaner die ihme wurden gebracht werdeneinen Preiß zuſetzen. Die Hollander unter-lieſſen nichts zuverſuchen/ umb eine neueTrennung unter dieſen Voͤlckern anzurich-ten/ oder ſelbſten ſich eines bequemen Orthsden Gewerb der Chine ler in lapan gänzlich Des preſidenzuverderben) zubemeiſteren; der Preſidenr ten Nichtenſchrieb der Compagęnt/ ſelbige zu dieſem und trachtenVornehm anzureitzk/ mit verſicherung eines beſteher nurGewins Jahrlichen von Fünf Millonen; aden che.meldend daß obſchon ſie der Sadt Macao; den wöch.wegen deß geſchloſſenen Stillſtands zwiſchenHolland und Portugal/ ſich nicht bemaͤch-tigen koͤnten/ ſo muͤſte man nicht deſtoweni-ger alles verſuchen/ umb ihnen die Hand-lung zu unterbrechen.
Weilen ſie nun der Portugieſen verſcho-nen muſten durchſtrichen ſie das Meer wel-ches die benachbarten Inſuln vmgiebt/ nah-men die Schiffe der Chineſer welche nachMacao handlen wolten mit Gewalt hin-weg/ und veruͤbten vnerhoͤrte Grauſamkeitwider die Voͤlcker/ die in dieſe Inſul ſeit demEinfahl der Tartarn in China/ geflohen8 deß Chinchilunge Sohn/ ein Joringa be.beruͤhmbter Seeraͤuber/ welcher in dieſen dererInſüln erhalten/ was von Zerſtoͤrung die, monſes Reichs uͤbrig gebleiben/ herꝛſchete da-zumahl uͤber ſie/ und machte daß ihn die Tar-taren ſelbſten fürchten muſten/ er belagerteTayouan,„dahin ſieſich gemeinlich retirir-ten/ und durch Eroberung dieſes Orths ver-jagte er ſie auß der gantzen Inſul! i
5 Dieſe Inſul/ an der Spitze der Phiſip⸗ der ſelben nndpinen ligend/ iſt ſehr groß/ Ihre Lange ge. ihre Gelegenhet von Norden zu Suden; und gegen We, beit.ſten/ hat ſelbige im Geſicht die ProuintzenFockien und Quautung; die Chineſer geben
a Biij Ihr
Beſchreibung