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und an vielen andern Orten erbauet hatten/
Der Hollaͤn-der und ihresPreſidentenneuer An-ſchlag·
biß Coxinga ſolche widerumb ein bekommen.
Aber die Hollaͤndiſche Compagni ware wievorgemeld nicht begnuͤgt/ daß ſelbige zu Fier-ando feſten Fuß geſetzt/ es gelunge dem Pre-ſidenten ſo wohl die Portugieſen auß Iapan zu-vertreiben/ daß er hoffte von dem Keyſer auchdie kleine Inſul Kilma, welche ſeit deme alleWohnungen darinnen zerſtoͤrt worden wuͤſtegeblieben/ zuerlangen/ anfangs begehrte er al-lein die Erlaubnus eine kleine Huͤtte von Holtz/damit ſeinekactoreyẽ unter Schirm ſeyn koͤn-ten/ aufrichten zulaſſen. Von dieſer Inſul nachNangaſaqui iſt eine uberfuhr/ einen Mußquetèihme Schus weit/ er bahte den Gubernator
zugeſtatten eine Schiffbrücke zubequemerer
Der Prei-dent läſſeteine SchiffBruͤcken ba
nen.
Begehret ein
Magazin zubauen.
uͤberkunfft in den Hafen und in die Stadtmachen zulaſſen. Der Gubernator durchgroſſe Geſchencke überwunden/ gabe zu daßdieſe Schiffbrücke aufgerichtet wurde/ wie eraber hernach geſehen/ daß ſie all zu offt in dieStadt kamen/ lieſſe er am Ende der Bruͤcken/
zwo Schantzen/ die er mit Soldaten beſetzt
umb die Jenigen ſo paſſirten in Obacht zu-nehmen/ aufrichten/ und einen Befehl auskundigen das die Hollander welche in dieStadt kamen bey Lebens Straff jeder zeitauff den Abend wiederum nach ihren Huttenkehren ſolten. Welcher Befehl und weil ſiewenig Wohnungen daſelbſten hatten ihnenſehr beſchwerlich war. Der pPræſident hielteauffs neue an und bekam Erlaubnus in Kiſ-ma ein gr oſſes Contor/ und Magazin umb dieWahren zu verſchliſſen/ bauen zu laſſen.Der Subernator ſchickte den Hollaͤnderneinen Mann das Feld ſo er ihnen gabe abzu-zeichnen dieſer Mann wurde reichlich bezahletdaß er reichlich meſſen ſolte/ aber damitwaren ſie nicht vergnuͤgt/ ſondern erweitertendes Nachts die Grentzen damit ſolchen nachihre Loſamenter abgezeichnet wuͤrden.Der Gubernator wurde deſſen berichtetund erzuͤrnete ſich/ aber ſie funden Mittel ihnbald zuſtillen/ erſtlich durch heimliche Frey-
gebigkeiten/ und hernach ihme vorbringend/daß ihnen viel groſſe Magazine umb alle
Da durch er
ſolches erhalt.
Und eindeheimliche
Feſtung dar⸗ ger zeitfertig.
auß machet
ihre Wahren zu verſchlieſſen noͤtig/ das ſie ſoviel Platz nicht beduͤrfften wann ſie in lapangleiche Freyheit als in andern daͤndern hetten/nemlich in ihren Schiffen zulaſſen was nichtPlatz in den Magazinen/ aber in Iapan we-ren ſie verbunden alles auszuladen/ ehe ſieeinige Handlung vornehmen doͤrfften/ unddaß ſie genoͤthiget wuͤrden ihre Schiffe wie-derumb zuruck zuſchicken/ ſobald ſie von demSubernatorn Befehl bekommen. Mit dieſerVerantwortung war er zufriedẽ/ und geſtat-tete ihnen ihren Bau. Ob ſie wohl dazu allein
Hollander gebrauchten wurde er doch in kur-i Der Umfang wahre aus-wendig an zu ſehen wie andere gemeine Woh-
nungen/ aber inwendig war es eine rechte
Veſtung mit ſtrichwehren wohl ver ſehen und
auffgeführet alſo das wal man die Einſchlie-
ſung nidergeworffen/ konte ihre Bruck und die„Einfahrt des Hafens zu Nanaglaquf beſchügtworden
welche eine ſonderbare Gattung ſo
Bericht von lapan und von der Vrſache
Sie ſahen ſich wol vor, Niemand in dieſenverborgenen geheimen Ort als Hollander einzu laſſen damit ihr Vorhaben nicht endeckt
wurde. Wie das Werck fertig war/ gab der
præſident dem General nach Batta via davonBericht und entbothe demselben mit den erſteSchiffen 8. Metallene Stuͤck/ in 1
Schrauben zuſammen gefügt und hernach Zech
wie andere gewohnliche Stuck gebraucht ſond
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erbahtes.
werdẽ koͤnnen/ in Faß lein gleich andern Wab⸗ Stück
0
ren wohl eingemacht nacher Kilma zu Überſenden/ und anſtat der Boots Knechte dasSchiff/ mit den tapferſten Soldaten ſo erhaͤtte mit Schiffknechte Kleidung angethanzuverſehen/ umb das Contor oder eigend-
g 5licher zu ſagen die newe Veſtung zu bewach⸗ Welche 4 4
en. Aber dieſe ſeine Krieges⸗Liſt gelunge nicht 15 100Keyſer einen andern Gubernatorem nach an- vat a.
wie er verhoſſte/ den damahlen ſchickte deraſaqui.
zührte bey dem Haffen angelanget/ wurdenetlichenach dem der Befehl von Hoff komen/daſſelbe einzulaſſen/ ſolches zubeſichtigen ge-ſchickt/ weil aber die neue Officierer welchewachtſamer als die andern/ oder welche zube-ſtechen die Hollander nach nicht Zeit hatten;die Wahren umb daß ſie koͤnten nach Gewon-heit abgewogen und gezehlet werden/ aus-laden lieſſen/ fanden ſie im unterſten Thei
des Schiffes dieſe Faßlein oder Tonnen die
ſo ſchwer waren/ das man ſie nicht bewe-gen konte/ ſie lieſſen ſolchen von Stund anden Boden ausſtoſſen/ und funden die Stuck
Als das Schiff welches dieſe Stück
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welche zerleget waren/ deren ſie etliche dem
Gubernator Überſchickten; derſelbe gabe da-von alſobald Bericht nach Leddo der Preſidentaber welcher ſich eben dazum ahlen daſelbſtenbefande/ wurde deſſen eylend durch die jemi-gen welche von ihme Beſtallung hatte benach-richtigt. Dieſer Mann welcher Scharf
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ſinnig war eine Luͤge zu erfinden erdachte zur weiß,
Stunde eine Liſt/ er gieng zum Keyſer vor,
bringend er hette von ſeinen Oberheren befe
bekommen ihme einige Stücke einer newen 5findung ihres Lands/ die alſo komlich daman die groͤſten auf die unerſteiglichſten Orttragen konte zuverehren; und daß ſie agehalten daß ſie ihn/ mit nichts angenehme
und nutzlichers als mit dieſem Prelent/ ihn wi-der ſeine Feinde Siegreich zumachen/ beſchen-cken koͤnten..mit wohl benugt/ und entbotte dem Eube. annator zu Nanganſa qui ihme dieſe
Der Keyſer bezeugte daß 1
Stuck duſchicken/ und den Hollaͤndern keine Daa,
ung weder in ihrem Contor noch in Ver kalh-
fung ihrer Wahren anzuthun; nach dem er
ſich ſo glücklich auß dieſer gefährlichen Sachegewickelt/ hatte er 05 ardem nsch 1begehrte von dem General zu Battavia w 5cher gleichfalß ein unruhiger und verwegn
Mann war daß er zwey Schi
ſolte/ alle See Kuſten lapans und fürnem ich
welche den Goldadern nahe gelegen zu 50gnolciren/ umb zu ſehen ob ncht gutle 150
ffaußrüſten.