21 Bericht was in Indien und Perſien: Die Handlunggen ſie von der Compagnie verſchickt wor nur von der Reiſe und dem Wege welchenden hulffreiche hand zu leiſten/ auch im Fall ſie nehmen ſolten zu verſtehen; dieſer Zwieſpaltſie einigen unglücklichen Anſtoß oder Ver⸗ da wieder ſich alle Europeer oder Francken fiuſt auff der Reiſe erlitten/ und dadurch an wie wohl vergeblich ſetzten/ kam endlich für ird dan,etwas Mangel hatten/ ihnen waß ſie benoti, den Nazar welcher an dem Perſianiſchen Nazarfügget ſeyn mochten/ darzuſchiſſen. Hoffe faſt eben ſo viel alß in Franckreich brachtSie Geſand⸗ N, Von der Zeit ihrer Ankunft biß auff den der Oberhoffmeiſter iſt/ er wurde daruber5 5 Tag da ſie bey dem Konig Audientz erlang⸗ nicht wenig beſtuͤrtzt/ und hatte eben dafu-von dem ken/ wurde denſelben von Heren! Eſto ne ſo mahl vom Koͤnige befehl/ alle Chriſten vonHerm! E. wohl in Betrachtung ihrer eigenen Perſoh⸗ welcher Sect ſie weren die geiſtlichen Fran-Zoiie wohl nen falß auch der Nation zu Ehren alle mug, cken oder Europeer außgenommen von Fli-bewirchet. ſichſte Guͤtte erwieſen und ihre Taffel auffs lpahan und deren Vorſtaͤbten weg zu ſchaf-
Uneinigkeit
beſte verſorget. iDer Koͤnig war damahls drey Tage
von iſpahan und die Abgeſandten ſchickten
einen Eilboten mit zweyen Schreiben auffsLand/ umb zu wiſſen ob Ihre Maj ſtaͤt be-fehlen würde daß ſie zu derſelben reiſen/ oderIhrer Wiederkunfft zu Hiſpahan erwarten
ſolten/ den es war ungewiß ob der Koͤnig in
wenig Tagen wider kommen oder ſich nocheine Zeit lang auff dem Lande auffhalten
wurde. ö 8g Unterdeſſen wurden die Abgeſandten un-den Send einig und entz weiten ſich unter einander/ je.destheil hatte ſeinen Anſpruch welches zwi-ſchen ihnen der Compagni ſehr ſchaͤdlicheStreitigkeiten verurſachte. Ihre Zuſam-menkunfften geſchahen in des! Etoile Be-hauſung welcher auff alle Mittel trachtete/dieſelbigen wieder zu vereinigen. Die Urſachihrer Mipverſtandnuͤß war folgendes.
Die drey Kauffleut Beber, Mar iage undDupont wolten behaubten die zween vomAdel weren in dieſer Handlung nur alleingleichſam abgeſonderte Glieder/ und weilendieſelbigen nicht befugt/ von den geſchaͤfftender Compagni einige Wiſſenſchafft zu ha-ben/ alß ſolten ſie ſich auch deren keines wegsanmaſſen daß der Brieff an den Konig in
ſich halte: daß ziween vom Adel begie-rig den Perſiſchen Hoff zu ſehen/ſich unter die Geſelſchafft der Ge-ſandten begeben/ und daß demnach ih-nen nur allein zu kaͤhme mit den Beambtendes Koͤnigs in Perſien zu tractieren; daß ſiealß zween vom Adel kein ander recht alßdas Schreiben dem Koͤnig zu üͤberliffern/
Ulclache der-ſelben.
und Commiſſarien zu begehren/ mit wel-
chen die Abgeſandten tractiren koͤnten/ alßdie allein und ohne die Gegenwarth derandern zu handeln geſchickt weren. Alle dieGruͤnde und Urſachen ſo Lalin und Boula-ye ihne n vorbrachten/ vermochten nichtie 3. Kauffleut von ihrer gefaſten Mei-nung abwendig zu machen/ den ſte erklärtenö die Worte ihrer Commiſſion zu ihrem vor-theil. Es war ein Artſcul welcher exprelſelautete: Daß die Abgeſandten ver-bunden ſeyn ſolten/ ſich nach demRath Herꝛen Lalins zuverhaltenwelches aber die andern außlegten ob were es
fen/ und gegen Zulpha zu logiren/ welcher
Ort eine Zeit her dergeſtalt vergroͤſſert wor-
den/ daß man ſolchen heut zu Tage uuter die ö
gröſten Staͤdte in Perſien rechnen kan. iu EhnDie Abgeſandten der Frantzoͤſiſchen Com⸗ 1 ſucht 0
pagnie ſuchten taglich neue Schwerigkeiten che enn
herfuͤr; Pater Kaphael von Mans welcher gan
Superior unter denen nach Perſien verſchick-
ten Capucineren war/ bemuͤhete ſich zwar/
auff alle mittel/ weiſe/ und wege die Partheyen
wiederumb zu vergleichen. Er ſtellete unter
ſchiedliche Brieffe die ſie an den Nazar ſol-
ten abgehen laſſen/ und ſelbige in des Lan-
des ſprach zu uͤberſetzen/ aber wann dieser f
Brieff nach der Kauffleuke kopff eingerichtet. h.
war war er denen von Adel nicht gefallig. J
Dieſe wolten man foll etliche worte außlaſ-
ſen/ jene aber begehrten man ſolte noch et,
was dazu ſetzen/ und alſo wolte jedestheil
recht haben. Der Pater wurde endlichen
überdruͤſſig ein ding ſo vielmahl zu ſchreiben/ 19
und wieder zu ſchreiben/ zu mehren/ zu min⸗ Oleg
deren/ und zu corꝛigieren/ derohalben hielte er ane N.ihnen ernſtlich für/ daß ſie groſſes unrecht a.hetten in dem ſie an unnützem gezäncke ſich“verweileten/ welches warlich ihre Princip -len nicht gut heiſſen wurden/ daß die Per-
ſiſche Schreibens art nach welcher der Brief
in ſelbige ſprach überſetzt werden ſolte einfcl-
lig und verſtäudlich ſey und keine Spitta
digkeit noch Weitlaufftigkeit duldet. InSumma daß ihr gezaͤncke nichts alß ſchabeundUnehr der Compagai verurſachen wis
de/ dannenhero koͤnne man abnehmen daß fiderſelben Nutzen ſchlecht beobachteten. Ene
lich gerſeth dem barer Raphael der Driaf
alſo daß ſie bede ein genügen dran hallen.
und alß er deſſen Inhalt ihnen in gegen,Herꝛn IEſtoile Sohne welchen tie für
nen Dolmetschen angenommen von woe
wort erklaret wurde ſolcher nach dareewohnheit in ein Saͤcklein von ſeidene, a
300 mit Gold und Süber durchwürckt 16than/ und verſiegelt. Pater Raphael cenoch einen andern an den Mirza-racken ore,
deß Nazars Feutenant/ welcher in ein Sei 5lein von rothem Taffet gethan und e und ace
dem andern verſiegelt wurde. Beyde he 100 Hofeben wurden einem von deß Herzen Eenleuten der wohl beritten war/ zu bene 15
1 er 15 5 ſich nicht ſondern dachteurtzer zeit bey Hoffe an. Er uͤberbr en
den Brief an den zalrza-tacker am eſcher