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er je laͤnger je ſchwaͤcher wurde/ ſchick-
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nieder/ und that das Gebett ſo er mit groſſerAndacht anhoͤrete/ wie ich vermerckte da
te ich nach einem Jeſuiten welcher aberfür bißmahl nicht kam/ und entſchuldig-te ſich wegen der groſſen Hitze und des bo-ſen Wegs in deme die Pfer de damahls bißan den Bauch im Kothe gehen muſten/jedoch verſprach er auff den Abend ſich ein
zuſtellen/ in Hoffnung er wuͤrde den Krancken
den er troͤſten ſolte/ noch lebendig antreffen.Wie es aber das Anſehen hatte als durfte ernicht eine Stund mehr leben/ ſchickte ich dem
Pater meine Palanquin oder Senffte damit
er ferner keine Entſchuldigung fuͤrwendenkoͤnte/ und ließ ihn bitten er moͤchte ſich nichtſaumen ſintemahl die Sachen von groſſererConſequentz weren als er ſich nicht einbil-dete. Er erſchien endlich und hatte nur ſoviel Zeit ihme J oder 6 Worte zu ſagen dieich weil ich auß der Kammer gangen nichtgehoͤret/ und alßbald kam einer von meinenBedienten uud zeigte mir an daß er verſchie-den. Das Gluͤck wolte daß der Pater nochfuͤr ſeinem Ende ankam/ weil im Gegen-theil die MeſtifsChriſten und die Schwartzennicht wurden geſtattet haben daß maͤn ihnbegraben hette/ in Meinung er were unge-beichtet geſtorben/ und ein Lutheraner gewe-ſen/ wie ſie die Chriſten auß dem Occi-dentaliſchen Europa die der Roͤmiſchen Kir-
che nicht beyfallen zu nennen pflegen/ aber er
Herꝛ Taver⸗ 0
nier reiſetnach Surate.
wurde bey den Jeſuiten ehrlich begraben;die Kranckheit dieſes armen Geſellen verur-ſachte/ daß ich meine Reiſe 2 oder z Tage auff-chieben muſte.
Den folgenden Tag nach dem er begrabenworden/ begab ich mich auff die Reiſe/ damitich nur des Bebers Geſelſchafft entgehenmoͤchte/ aber er folgte mir bald nach/ und alsich deß andern Tages nahe bey einem Fluſſemeine Zelten auffrichten laſſen/ und ehen dieMittags Mahlzeit einnehmen wolte/ kam erdaher/ ich konte auch ſeiner biß nach Suratenicht ledig werden/ wir reiſeten mit einan-
der/ und er trieb tauſenderley Ungebuͤhr un-
terwegs/ ſonderlich zu Brampour an demfuͤrnehmſten Cherafs welches Banquireroder Wechßler ſind/ ich kan nicht unterlaſ-ſen dieſes mit Stillſchweigen zu uͤbergehen;weil wir an ein und auderm Orte ſehr boͤſenWeg hatten und eber nicht mehr als eineElende Kutſche hatte/ und ſeine 4 Baurenmit ihren Ochſen ihn nicht auß dem Schlamzu zihen wuſten/ kam er gemeiniglich zwo oder
3 Stund laͤngſamer ins Nachtlaͤger als ich.
Ich erbothe mich zwar ihme durch meineFuhr weiters zu helffen/ aber es war ihmnicht gelegen/ zu deme ſo wiſſen ſich diſe Leutauch gar fein zu entſchuldigen/ wenn man ſiezu etwas anders als darumb man mit ihnengebinget/ gebrauchen will. Ich will zwar garen 5 Leute ihme gerne
b wenn ihnen ſeine itnoch wereunbekand geweſen. et
ber zu Gnaden zu kommen und ſeine Gunſt
Bericht was in Indien und Perſien: Die Handlung
Auff das Geſchrey daß man Frantzsſiſche wer,
ß Schiffe auff der See geſehen/ und weil man welchen Be,
ſich gaͤntzlich einbildete Beber würde einer per 1 155von den fürnembſten bey der Compagvie blicke ffſeyn/ bemuͤheten ſich ihrer viel bey dem be.
lub NHandier e.Mich,
zu erlangen. Als wir nun zu Brampour an-kommen/ kam der Oberſte unter den Che-raffs mit etlichen ſeiner Leute unß zu bewill-kom̃en. Beber gab ihnen bald ſeine Meinungzu verſtehen/ und ſprach er hette einer Saͤnff-te vonnsthen daß er biß nach Surare kom-men koͤnte/ der Cheraf bothe ihm auß groſ-ſer Hoͤfflichkeit die ſeinige an und wol-te ſie ihme zu Ehren zierlich ſchmuͤckenlaſſen. Beber meinte diſes koͤnte in einemTage geſchehen dadoch hiezu 3 oder 4 von-noͤthen waren. Den folgenden Tagwurde mir die Kutſche angeſpannet undmeine Saͤnffte gebracht/ Beber der nichtanders meinete/ als daß die FrantzoͤſiſchenSchiffe albereit in der Reede zu SurateSouali genant/ ein gelauffen weren/ fing anzu ſchweren und uͤber den Cheraf zu flu-chen/ welcher eben dazu kam und ihn mitfreundlichen und hoͤffichen Worten zubeguͤttigen trachtete. Ihme anzeigendedaß er nichts verliehren wurde/ wenn erſchon noch einen oder andern Tag wartete/
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in deſſen würden ſich die Wege beſſern und
alsden wuͤrde er noch einmahl ſo ſchleunigfort kommen koͤnnen. Aber Beber der vomZorn gaͤntzlich eingenommen/ wolte dieſe desCherafs Entſchuldigung keines Weges geltelaſſen/ riß derohalben einem Fuhrmann derfuͤr ihm ſtund einen Pruͤgel auß den Haͤn-den/ und gab auß groſſem Ubermuth demCheraf drey oder vier Streiche damit auden Ruͤcken. Die Kauffleut und anderedie ſich in der Carvanſerie befanden/ wur/den uͤber diſer That nicht wenig beſtuͤrtzt/und leffen herzu der eine mit Steinen derandere mit Bruͤgeln/ ſie machten eingroſſes Geſchrey/ und ſagten daß derglei-chen Ubermuth niemahls geſehen wor bel Habu 5Gie gaben fur es ſey eine grauſame Übel
Ja
Geſchthat/ einen Hberſten der Cherafs dazu el, ben.ne Perſohn die bereits 80 Jahr alt wanwelche man viel mehr ehren ſolte/ miSchlagen zu tractiren. Wir wollen schrienſie diſen unglaubigen Hund herauß ha 5und zum Konig fuhren/ damit demſelben 5 5verdienter Lohn gegeben werde. Des 1beſtes Glücke bey diſer verwegenen That he,daß ich zu Brampour wohl bekand war ſe,temahl ich gehen oder 12 mahl daſelbſt gere,ſen/ und in die zoo fRoupies werth 11handelt hatte /es waren wenig Cherate uffdenen ich nicht gewechſelt/ und wenig Veneleut und Mackler die mir nicht etwas henezu gefallen gethan. Sie ſprachen/ mich menende/ ſehet da dieſen Curopeer meanwir ſo viel zu thun gehabt! wier fesnicht über ihn klagen und haben eiche keWort von ihme gehoret, zu allem waren