%% Becricht was in Indien und Perſien: Die Handlung
Bergen gegen Mittag rinnet/ und nachdem er bey der Stadt Baroche davon er denNahmen empfaͤngt fuͤrbey laufft ergieſſeter ſich endlich in die Meer⸗Enge Cam-
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Als wir in dem lekſten Nachtlager wel-ches ein groſſer Flecken iſt und Barnoli ge-nent wird/ von dannen noch 14. Meilenbiß durate iſt/ ankommen/ ſandte Bebereinen ſeiner Bauren an Pater Ambroſiumund ließ ihm ſeine Ankunfft wiſſend ma-chen. So bald er diſes vernahm gieng er
gehen ſolte/ und ſo lange er ihre Geſellſchafftnicht einſtellen wuͤrde/ wurde die Frantzo-ſiſce Compagnie in ihrer Handlung nachAnkunſſt der Schiffe allerley Widerwertig-keit außſtehen muͤſſen/ und wenn die Hol-lander nicht zu Agta geweſt weren/ wuͤrdeder groſſe Mogol ihme nicht abgeſchlagenhaben/ hundert tauſend Roupies weſche ſietheils bey dem Könige theils bey andern fuͤr-nehmen Bedinten verehret/ hetten verhindert/
aß ſie was ſie gewünſchet nicht gantzich
erhalten und ſezte bey diſem Artickel noch Welcher 1
nebſt dem Chelebi dem vorgedachten Ale-Bebet wird biſchen Kauffmann zu dem Engellaͤndi-ſchen Preſidenten und entlehnete eine von
viel ein mehrers dazu. Man konte leicht⸗ Holle,lich urtheilen daß er die Hollander noch nicht eues gehrecht kante ſintemal ſie nicht ſo freygebig a
zu Surate
prächtig ein ſeinen Kutſchen/ mit dieſer und noch ix.
oder 16, andern darinnen unterſchiedlichefuͤrnehme Europeer ſaſſen nebſt etlichenReutern und vielen Banjaniſchen Kauffleu-ten kamen ſie dem Heren Abgeſandten ent-gegen. Es war denſelben Tag eben dererſte November 1666. ſie brachten mit ſichunterſchiedliche gutte Gerichte und ein je-der von den Banjanen ein ſonderbahresGeſchencke. Ich begab mich ſo bald ichden Capuciner begruͤſſet in mein Loſament/darinnen ich zwey von meinen Leuten ge-laſſen/ daß ſie ein Stucke Geldes ſo ichvon dem Koͤnig in Perſien empfangen ver-wahren ſolten/ weil ich ſelbiges nicht mitmir auff den Weg nehmen wollen. Dennich fande an allen Enden Credit und kon-te ohne Geld kauffen/ es war genug wennich einen Schein von mir gab/ daß ich ſol-ches entweder zu Surate, Agra, Viſapour,Golconda oder an andern Orten da ich demKoͤnig oder Fuͤrnehmen Herzen etwas ver-kaufft harte/ bezahlen wolte. Ich ließ meinGeld an ſelbigem Ort ligen damit ich keineUngelegenheit damit hette/ den man kan biß-weilen auff den Wechſeln gewinnen biß-weilen muß man auch verlihren nach demdie Zeiten gehen/ aber diſes traͤget nicht garzu viel auß und auffs hoͤchſte einen Thalerpro cento. i iBeber peruͤbte andere Thorheiten mehrund wer dieſelbe wiſſen wolte duͤrffte nur anden Capuciner bater Ambroſium ſchrei-ben/ deme alles auß fuͤhrlich bewuſt war/und dafern er ſolche zu entdecken bedenckengetragen/ ſo iſt dieſes als eine Anzeigungſeiner Klugheit/ und auß Eiffer fur die Na-tion geſchehen. Ich glaube aber nicht daßjemand ſo behutſam verdecken koͤnne/ was er. 115 erſten Tag des 1667. gſten Jahrs veruͤbet
Stoſſel Thor⸗ Als Herz Thevenot von Madraſpatanheit des Be. und Golconda wider zurück kommen/
kehrte er bey den Capucinern ein. Be-her kam einsmahls zu ihm ihn zu beſu-chen und gab vor die Capuciner werender Hollander Spionen/ und baß er den Pa-ter offters bereden wollen/ daß er von ih-gen ablaſſen und nicht mehr in ihr Hauß
ſeyn/ undi hette ihre Practic und Geſchen-cke keinen Effect auff dieſe Weise.weil der Mogel durchauß darthun woltedaß ihme allerhand Volcker in ſeiner Herꝛ-ſchafft und inſonderheit die Kaufleute ſowohl die jenigen welche viel als welche we-nig brachten jeder Zeit angenehm weren.Herz Thevenot ſprach darauff/ er heltedergleichen auff allen ſeinem Jfeiſen nochnie verſpüret/ und wenn es wahr ſey daßſie andern Nationen die Handlung zu ſper-ren gedachten/ wurden ſie ihnen mit ihrenSchiffen nicht behülfflich ſeyn/ und wederPerſohnen noch Wahren in andere Landerführen/ wie ſie doch ſchon offters gethanhatten. Den es iſt bekand daß ſie bißwei-len ein oder auch zwey Schiffe nach dem ſieviel Mahren haben die frembden zuſtaͤndigſind/ bald von Malulipatan bald von Surate oder auch von andern Orten weg ſchi-cken/ in welchen ſich offters nicht ein Stü-cke befindet daß der Compagnie zuſtän-dig ſie. Uber diß muß man auch betrach-ten daß ſte allezeſt weniger Fracht als dieEngellaͤnder und andere ſo Schiſſe haltenbegehren und mit diſen Grund Ursachenwiderlegte Herz Thevenot dem Beberſelne übelgefaſte Meinung/ welcher mitGewalt dom Pater Ambroſio haben wol-te daß er ihrer der Holländer müͤſſig gehen und ſie nicht mehr beſuchen ſolle. DerPater aber wolte ihm hierinnen keinesWeges gehorchen/ ſagende et hette ſeit N.Jahren der wit ihnen in guter Freunſchafft und Verſtandnuß gelebt und iwuͤrde ihm ſchwer fallen wenn er ſie für 15Kopffe ſtoſſen ſolte/ den ſie theilten ih falle Lage eine gewiſſe Quanticat Speund Brod mit/ und an den Faſt⸗ Ta.,gaben ſie ihme Butter/ Eyer/ Fiſch 10Brandtewein und etlichen Flaschen meSpanniſchen und Schiras Wein angefüllet-Herꝛ Thevenot konte auch nicht unterlaß-ſen dem Peber anzuzeigen daß er doch eeGeld ſo der Parer für die entlehnte Kutſch Ndie in ſeinen Dienſten zerbrochen worde.wieder erſtatten ſolle; ingleichen begehrke 1er ſolte auch die Schiffleute zahlen/ die mar
je Küͤſten umb; ob keine Fran-an die Küsten umz zu ſchen ob kein Fiche