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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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Der Portu-

giſen vortheil

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in kurzer zeit auch noch einen Reichtum erDerwegen nach deme der gewalt ſo manan diſem ort beſtelte wurde auch der genusſein/ die Portugieſen welche anjto zwarſchwach haben nichts deſto weniger den vor-theil/ daß dieſelben weder von dem geld ſoſie in die laͤnder des groſſen Mogols und desKonigs zu Vilapour ſchicken/ noch von den. bringenden wahren nichts bezahlen/Wan das Regenwetter vorüber/ iſt derwind faſt beſtandig Nord od er Nord⸗Oſt/

Anmerckungen über den Kauff und Handel r.

Aufrichtigkeit/ und Wiſſenſchaſſt in derHandlung erfahren Zuerwehlen und hierinmuß die Beſoldung nicht geſpart werdendiſe wen Manner ſollen der Compatniedienen/ nemblich der eine in qualitet einesBefelchhabers/ neben einem Rath von ei-ner Gewiſſen anzahl Perſohnen die ihmeals gehüͤlffen zugegeben werden/ der andereals ein Underhandler oder Handels maltund diſer muß in eingebohrner und keinChriſt noch Mahometaner ſeyn/ ſintemahlen

alle Arbeiter mit benen er zuſchaffen ha⸗ Sieben ſoll/Abgoͤtterer ſeind/ die gute Sitten und aud Aae

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Auffrichtigkeit ſeind fuͤrnemlich notwendig aigken

alſo daß man von Diu nach Surate mit leich⸗ b 1bey diſem völckern ein gutes Vertrawen de dach

ten Schiffen in z.oder 4. Meer Fluthen kom-

Unft uchthba-res Exdreich.

men kan/ aber wan die groſſen ſchiffe beladenmuͤſſen dieſelben einen Umkreis umb dieſand bancke machen.

Ein mann der bis in einen kleinen fleckengenent Gaoges zu fuß gehet/ und von daram ende/ des meerbuſens uberfahret/ kanvon Diu zu Surate in 4. oder 5. Tagen ſein

Zuerlangen/ und alſo ſollen auch 0 Son, ge

derbahren Underhandler welche vober Underhandler der Provintz/ da dieHauſer welche zu der Correſpondentz beſtel-let/ dependirn beſchaffen ſeyn/ die Wiſſen-ſchafft iſt dieſen vween Mannern nicht wenger notig/ um die Verfaͤlſchung der Wah-

aber wan das wetter zur Uberfarth wider, gen die gemacht werden zuerkennen/ dieſeibe 1wartig/ kan er die reiſe under 7. oder 8. ta geſehicht entweder auß Vosheit der Arbeſter 1gen nicht verrichten/ weilen man den meer⸗ Und Kauffleuthe oder wenn zwiſchen ihnen Wan

buſen umbſchiffen muß. eDie Stadt hat auſſert ihrem begriff keinlandtſchafft/ aber man konte mit dem Raiaoder Cubernatorn der Provintz leicht ſichvergleichen/ vom demſelben/ ſo viel als derStabt Inwohner zu Ihrer Notturfftvonnothen haben zuerlangen. 5Das Erdreich umher iſt nicht fruchbarund das volck in der nachbarſchafft dasarmſte des gantzen Reichs des groſſen Mo-gols, dennoch iſt daſſelbſten viel vieh in demHayden deren das Landt voll alſo daß einBuffel oder Kuh fur 2, Piaſttes erkaufftwerden kan. Die Engellaͤnder und Hollaͤn,der bedienen ſich dieſes viehs Ihre leute

und den ſonderbahren Underhandlern einheimlicher Verſtand gemacht/ diſe Ver-faͤlſchung kan einen ſolchen Schaden brim-gen daß die Underhandler zu wellen biß 10und 12 pro cento bavon haben.

Wan der Beſehlhaber und der OberUnderhaͤndler/ mit den ſonderbahren Underhandlern und den Kaufflenthen in einHorn blaſen ſo iſt nicht wohl muͤglich daßdie Compagnie dieſes Betrugs uͤberhobenſein koͤnne/ wan ſie aber getreu ſeind/ uneine Wiſſenſchafft haben wird der Compa-gnie leicht fallen in Abwechßlung der ſol-A Underhaͤndlern darwider zu-mitteln.

Die Untreu ſo diſe Beambte der Cor, mielepagnie zu Nachtheil verüben konnen it liche adiſe nach Ankunfft eines Schiſßs in den deHaffen werden der Compagni ſchreiben unn mme de zaVerzeichnus der Ladung dem jenigen 17 der Hfür die Nation in dem Land Befehl 7 1 0 lungiſt zugeſtelt diſer Commendant verſarbie gchen

zuerhalten/ damit ſie den Vorrath ihrer

Schiffe die Zeit/ ber weil ſie zu Sovali blei-

a ben erſparen mochten. 5 dUngeſundes Es iſt aber zuwercken und die erfahrungBüffel dleiſch hat es mitgebracht/ daß das Fleiſch diſerBüffel offt die rote Ruht veruhrſacht wel-

che die Zahl der Leute auf den Schiffen

ſehr ſchwaͤchet/ ſo aber von den Kuhfleiſchnicht zu befürchten.

Der Rajas herſchet in dem Land als einGubernator und das iſt faſt allen Raja indem Reich des groſſen Mogols gemein/ die-ſelbiegen waren/ vor dieſem Herren derProvintzen/ da hingegen ihre nachkommenallein dem Titel der Gubernatorn haben diePortugieſen werden von ihme ſehr freundlichgehalten weil Ihre Nachbaurſchafft/ ihmefür den Verkauff ſeines Korus Reis undGemuß Gelt bringet/ und derowegen wur-den die Franzoſen noch freundtlicher vonihme tracklert werden. e

Nach der beſtellung diſes Orts/ wel-ches das vornembſte Fundament zudemGetverb der Compagnie ſein ſoll/ iſt daswichtigſte zween Manner/ die an perſtant

ſeinen Rath/ laͤſſet den Underhaͤndler 11kommen und giebt demselben eine dg-ſchrifft der Verzeichnüs deſſen was 25Schiff geladen hat. chesDer Underhaͤndler Communiciert ſol fzween ober dreyen der vorgembſten Kein,leute welche eine Partey Wahren mit en,ander zukauffen pflegen/ oder Groſſieren 155nent werden koͤnnen/ wan nün der fenderhandler/ und Befehlhaber/ auff 0 ernutzen zugedencken/ ſich mit einander 1ſtehen/ ſo gibt der Underhandler den Ka 15leuten in geheim zuverſtehen daß ſie undetwas weniges/ auff die Wahren bite. 45daraüff beſtändig bleiben sollenba Kaufſeine Schuldigkeit erforderte das der Kbefoͤrdert wurd. un-Als dan berufſt der Befehlhaber den 1