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ſchaffenheit deren mit denen er umb Seiden
an unter. Tractiret/ genugſam bekant iſt.
0 zolcher
Es ſeind zweyerley gattung Seiden wel-
Salus ee cheble Portugiſen in Indien mit dem Wort
U
Cadeza und Barillo daß iſt Kopffund Bauch/
urnnderſcheiden/ die erſte iſt Fein und die andere
in z0procento geringer die Arbeiter thunihr euſerſtes umb die Groben mit der Feinen
durch zubringen. Den Vnder⸗Haͤndelern
und Befehlhabern ligt ob hierinnen eben die
Auffſicht zu haben wie droben betreffend die
geſponnene Baum- Wollen vermeldet wor-
A degen
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Ni 5ga neh. Die Seiden, Handlung iſt von ſolcher„Han 2
en..
Die Seide von Kaſambazar iſt Gelblechwie alle rohe Seide die auß Perſien undSicilien kommet die ſo Natürlich Weiß iſt/
wird allein in paleſtina gefunden/ aber dieKaufffeutvon Alep und Fripoli ſelbſten ha-
ben groſſe můhe nur eine gemeine Partey zu
bekommen. fDie Inwohner zu Kalambazar habennichts deſtoweniger die geſchicklichkeit dieSeiden mit einer Laugen von der Aſcheneines Baums/ Adams Feigenbaum genentzu bleichen/ der geſtalten das ſelbe alſo Weißburchaus wird als die Paleſtiner Seidenimmer ſeyn mag. Weiln aber dieſer Baumewenig in dem Land/ das man davon Aſchenbrennen koͤnne/ kan man auch dieſer Seidennicht genug nach begehren haben.Das Contor zu Kalambazar recht anzu-ſtellen/ were von noͤthen daß die ompagnieetliche Seiden⸗Arbeiter der geſchickſten ſozufinden dahin ſchickte/ den dieſe Arbeiterwelche beſtaͤndig mit der Seiden umgehenverſtehen ſich beſſer als andere darauf. Die,ſes haben die Holländer Praticiret und ſelb-ſten Seiden, Mühlen umb die Seiden zu-verarbeiten und nach Batavia zu ſchicken/doyten auffrichten laſſen.
Wichtichkeit/ daß wan die FrantzöſiſchenInterhändler ſolches den Hollaͤndern/ durchdie vorbemelte Mittel benehmen konten wur,de die Hollandiſche Compagni des gröſtenIhrer Handlung ſo die ſelben in Indien mitden Seiden die ſie vo Kaſambazar bekombtUnd insonderheit deß Gewerbs in lapan vonar ſie Silberne und Kupfferne Stangenaubezahlung der Seiden und anderer Waarintemahlen in ſelbigen Land kein Gemuͤutzteld iſt empfangen/ verluſtig werden/n Il einkaufen des Borax welcher in derrdointz Curerate gemacht wird iſt alleinzu beobachten/ das derſelbe ſchoͤn Weiß10 durchſcheinend ſeye/ gleich wie der Sal-Eke 17
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de an! Von Gummi Laque kombt die groſſe
arteh aus peru und wird zu Maffali-d gefunden. Es wird deſſen auch ausam König⸗Reich Bengale bon jenſeſt desGot gebracht/ aber diſer iſt der teurſte auffun Ort/ weil die Inwohner die Schoͤnecharlach Farb mit welcher ſie ihre Tücher
In dem Orientaliſchen Indien 63
färben und mahlen/ daraus zu machen/ſich deſſen bedienen. 5 3Die Holländer nehmen doch von demſelben und ſchicken ihn in Perſien/ alda den-felben eben auch zu gleicher Farb deren diePerſianer ſich gebrauchen anzuwenden wasſonſten nach deme die Farb heraus gezogenübrig bleibt/ iſt zu anders nichts dienlich alsihre Arbeit umher damit zu Zieren darin ſieſehr begierig ſeyn/ und Siegel- Wachs zumachen/ es ſeye nun fuͤr ein oder anders kan969 belieben eine Farb darin gemiſcht wer-en. n
Der Gummi Laque ſo aus Pegu gebrachtwird iſt nicht ſo theuer/ wie wohlen er fürandere Lande eben ſo gut. Es iſt zwar dieſeran ſeiner Eigen ſchafft nicht geringer aber 8man muß wiſſen das weilen die Ameiſſenſolchen auff der Erden zu Hauffen/ die bißwälen eines Faß gros ſeinß tragen/ miſchetſich viel Ynſauberkeit und WMuſt darin. Hin-gegen ist daß Land in Bengale daher derGummi gebracht wird gleichſam eine Hey-de mit vielen Baumlem beſetzt da die Ameiſenumb die Ende der Aeſſen ſich begeben dar-von der Gummi Schon und ſauber und de-kowegen auch theuer gehalten wird. DieInwohner in pegu brauchen denſelben nichtzu den Farben weilen ihnen die Leinwandgefarbt aus Bengale und von Maſulipatangebracht wird/ und uͤber das ſeyn dieſelbenalſo Dum daß ſie ſich hierinen auff keineWiſſenſchafft befleiſſen..
Es befinden ſich viel Weiber zu Suratewelche allein ihr Auffent haltung von ſaube-rung deß Lacque wann die Scharlach Farbdaraus gezogen haben: ſie konnen demſelbeneine Farb wie begehrt wird geben/ und machẽſolchen in Stengel dem Spaniſchen⸗Wachsgleich. Die Engliſchen und HolländiſchenCompagnien ver führen deſſen jahrlich 150.Kiſtlein/ und die Frantzoſiſche konte ein glei-ches thun. Der Laque in Stengel geſtehetnicht über 10. Pfund. und gilt in Franck-reich eine Untze ſo viel/ wie wohlen nochhalb mit Hartzt vermiſchet.
Belangend den Vieſem kombt deſſen diebeſte gattung und der groͤſte Theil nach Patnadahin ſolchen deß Koͤnigs von Boutam Vn-derthanen bringen. Die jenigen welche nachBoutam zu Reiſen und daſelbſten etwas zuHandeln willens ſeind thun deſſen wen ſieihnen Agſtein und Corallen weilen ſie auffdieſe Sachen ſehr viel halten/ als Geld brin-
5 Die beſte Rhebarbara komt auch von Bou⸗ 1tam aber es iſt nicht muglcch deſſeſben wegen ades regen Wetters des ſich in der langen
Reiſe zutragt nach Europa zubringen/ den
die Feuchtigkeit iſt der Rhebarbara feind/
und der ſehr weite Weg bemumbt den Kauff-
leuten den Luſt ſich damit zubeladen. man
kan leicht gedencken wie viel Füße von demKönigreichboultam welches ſenſeit des Gangi
gegen Norden ligt bis in Franckreſch 0