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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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te/ glorwurdigſterOedachtnüß/ mitTodt abgangen/e J luſt wol für einee vom Himmel über

8 die mächtige

Koͤnigreich/ welches er jederzeit ſo weißlich be-

herꝛſchet/ verhengte Züchtigung/ und groſſes

Unglück vieler Milfionen Seelen/ die under Aich lea

ſeinem Gebiot lebten/ gehalten werden; als von

welchem die Per ſianer niemals anders/ als ei-

ſondel fe e gart e nePMerꝛlichkeit wieder geſetzet worden ſeyn wil-de/ wann er das Lehen langes gehabt haben ſol-

nem proßmutigen Fürſten reden/ deſſen Tapf-

ferkeit/ und hoher Verſtatid/ bis anhero das

Weiſte gethan/ daß jhr Land wieder zu dein vo-90 Wolſtand gelanget iſt/ und welches guch

1 te. Und zwar ſo hatten ſie gute Urſach/ lhnen

die Hoffnung zu machen/ daß ir ſie ſo wol beyNe dem andern beſtändig erhalten/und ſolches das gantze Land ſamt und ſonders

zu gemieſſen haben wurde; alldieweilen er durch

Vitie helden malſige Tugenden/ noch vor deme e Jahr ſeines Alters/ an den auſ-

ſerſten Grentzen dieſes Königreichs/ die Stadt

Kanddar, pie alich die gantze Provintz/ eben

Alſo genant/ einem ſo machtigen Feind/ als der

König in Jidien l/ abgenommen/ und dieſelbe

feſchers Wider alle deſſeß vereipigre Macht/ ſe

wieder zu enen heſchuze hal. Eriſt auch

don wegen derſelben/ von ſeinen anachtigſtenKroſmumg olim. ö

Vier undAchdem Konig Nachbe

Habas der Zwey-

A kunte deſſen Ber-

ſeſes Namens/

Dreyſſigſte König

Nachbaren/ dem Groß⸗Furſten in der Mo-ſcau/ dem Tartar⸗Cham/ dem TuürckiſchenKayſer/ und dem Konig in Indien ſelbſt/ wel-cher ihn/ nach dem oberwehnten Unfall/ nichtwieder augreiffen/ noch etwas wider ihn vor-nehmen dorſfen/ geförehtet und geehret wor-den. Auß Antrieb oberwehnter Tugenden/hab er ſich aufs guſſerſte bemühet/ eben damalsals er von dem Tod ubereilet worden/ die ren-hen ſeines Reichs zwiſchen Norden und Oſtenmereklich zu erweitern; und gaben die groſſenVorbereitungen/ die er hierzu gemacht/ man-ch Urſach zu glauben/ daß er dieſes ſeinVorhaben unfehlbar glücklich hinaußführenwürde. Die Chriſten/ welche das Glück ge-habt/ ſeine Underthanen zu ſeyn/ baweinen den-

ſelben uf den heutigen Tag in geheim/ nicht

allein als ihren Konig/ ſondern auch als ihrenValter weilen ſeitne Gereehtigkeſt/ und ſeine

Gütigkeit niemals zugelaſſen daß man gegenſie einigen Gewalt ver be/ noch ſie wegen jh-

rer Religion/ deren Ubung ihnen/ zeit ſeiner egierung frey ind ungehifſdert zugelaſſen wor-ben iſt/ beunruhigen doͤrffen/ weilen jedermanwol gewußt/ daß dieſe zwo Tugenden in hmknnberanderlich wären: welche dann jederzeit

die Unſinnigkeit der gottloſen und grauſaren

Mahometaner verhiſidert/ die Ruße jhres Le-bens und ſhrer Guter zu zerſtören. Ind die-ſes iſt auch die Urſach/ daß die Außlander ſeinenVerkuſtſo hoch beklagen/ und die Gedacht1115 ſeltenen und ungemeinen Jugliktenei-alten in demeer dieſelhe durch feine Leutſelig-und Freundlichkeit an ſeinem Hofe/ und andie jhme underworffene Stadte gezogen/ 175 5