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für die Dusour'sche Karte hat er eine Längenausdehnungohne Firnmulde von 33,680 Fuß und über 2 Stunden,mit der Firnmulde von 46,800 Fuß und beinahe3 Stunden. Die verschiedenen Angaben über Aus-dehnung der Gletscher erklären sich zum Theil daraus,daß man die Firnmulden, welche das Material zurBildung der großen Gletscher hergeben, nicht vomwirklichem Gletscherstrom genau sondert, was wohl auchnicht immer leicht ist; zum Theil rührt die Ver-schiedenheit der Angaben aber auch daher, daß diegroßen Gletscher ihre Dependencen und Nebenströmehaben, die sich mit ihnen zu einer Einheit verbinden.Wird da keine scharfe Grenze gezogen, so kommt einegrößere Ausdehnung des Hauptgletschers heraus. Nachden Gebrüdern Schlagintweit (neue Untersuchungenüber die physikalische Geographie und die Geologie derAlpen 1854) hat der Gorncrgletscher zehn solcherZuflüsse.
Derselbe große Naturforscher, welcher zwar nichtZuerst den Montblanc bestiegen, aber doch die erstewissenschaftliche Expedition auf diesen früher als Noii-tszne muuäitö bezeichneten Berg ausgeführt hat(1787), Os Laussurs, gab auch die Hauptanregungzur Untersuchung und Bewunderung der Monte-Rosa -Gruppe und deren interessanter Umgebung. Nach undnach sind die 9 Gipfel des großen Gebirgsstocks erstiegenund zum Theil nach den Ersteigern benannt worden.Die höchste Spitze hat man jedoch zu Ehren eines be-rühmten Schweizers getauft, der sie nicht betrat, dieDufour-Spitze (4638 M.) Die Walliser nennen dieseSpitze das Goruerhorn, an der italienischen Seite gibtman ihr auch den poetischen Namen Rosa bianen.Man könnte zwar manche Schneekuppe so nennen, abermit einer Rose hat diese Spitze in der Form keineÄhnlichkeit; es ist überhaupt sehr zweifelhaft, ob derMonte-Rosa etymologisch etwas mit der Rose zu thunhabe und ob nicht vielmehr, wie auch bei dem Rosen-
laui-Gletscher (s. oben S. 207) eine keltische WurzelRos, was hervorragender Berg oder Ähnliches bedeutensoll, angenommen werden muß. Zwar so kühn wiedas Matterhorn ragt keine der Spitzen des Monte-Rosa empor, aber dieser ist, wie die Naturforscher es aus-drücken, das Central-Massiv der walliser Alpen . Daßdas Matterhorn von manchen Standpunkten höher er-scheint als der Monte-Rosa , obgleich es in Wahrheitum 156 M. niedriger ist, erklärt sich aus den Lage-verhältnissen. Das Matterhorn ist eben eine einzigePyramide, welche sich weit über seine nächste Umgebungerhebt; der Monte-Rosa hat nicht nur mehrere rivali-sirende Spitzen, sondern auch der Lyskamm und dieZwillinge reihen sich daran, ohne daß bei dem Ge-sammtüberblick tiefe Einsenkungen dazwischen erkennbarsind. Auf diese Weise wird der Eindruck der Höhedurch die Breite abgeschwächt. Uebrigens kommt essehr auf den Standpunkt und die Seite an, von welcherdie Betrachtung stattfindet. Wer auf dem Moropaßvon Saas aus auf die Paßhöhe kömmt, der wirdplötzlich gegen Westen durch die herrlichste Ansicht derSüdseite des ganz nahen Monte-Rosa überrascht, dessenHöhen bisher durch Vorberge den Blicken entzogenwaren. Von hier aus zeigt sich derselbe als einekolossale, von West nach Ost sich ausdehnende Felsen-und Schneemasse, auf deren breitem Rücken vier, anHöhe ziemlich gleiche Spitzen sich auszeichnen, und anderen steil abgerissener Südseite, erst mehrere TausendFuß unter der Höhe, sich fünf bis sechs Gletscherbilden, welche, breiten, erstarrten Strömen gleich, herab-hängen und in die anstoßenden Thäler sich verlieren.Auf dieser Paßhöhe ist die Höhe des Monte-Rosa weniger auffallend als seine gewaltige Masse; bei demHinabsteigen aber nach dem 4000 Fuß tiefer liegendenDorfe Macugnaga nimmt mit jedem Schritte die Höhedes Kolosses zu (s. Hirzel-E scher, Wanderungenin weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz 1829.)
Zu den Römerstraßen, welche aus Italien überdie Alpen führten, gehörte auch der Weg von Nöäio-Inmim (Mailand ) über die penninisch.m Alpen nachNugoiitiueulli (Mainz ). Diese beiden Städte werden
von den römischen Schriftstellern als die Endpunkteder Straße genannt. Im Lande der Helveter, ineinem rings von Bergen umschlosseyen Thale, lag andieser Straße die Stadt Oetosturus, die Stadt der
Das Hochgebirge.
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