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nähern sich sodann um so mehr der geometrischen Linie,je weiter man diese Theilung fortsetzt, die man natür.lich endlich des physischen Unvermögens halber aufge-ben muß. Am ausgezeichnetesten zeigt sich dies beimAsbeste, und es entsteht dadurch der fasrige Bruch.
Die leichtere oder schwerere Theilbarkeit ist demnachabhängig von der Differenz des Zusammenhaltes inner-halb zweier auf einander senkrecht stehenden Richtungen,die übrigens immer hinsichtlich ihrer Lage ein sehr be-stimmtes Verhältniß zu den Flächen des Körpers haben.Daß ähnliche Verhältnisse auch bei den übrigen Körpernder Pflanzen- und Thierwclt statt finden, bedarf keinerweitem Auseinandersetzung.
Nur da, wo dieser Zusammenhalt gewaltsam gestört ist,sei dies nun durch mechanische Zertrümmerung und Wie-derzusammenbackung, wie beim Thone, oder durch völ-lige Hinderung der Krystallisation und bloß mechanischerAbsetzung, wie beim dichten Kalke rc. scheint diese Kraftjedem Theilchen der Masse in der Art beizuwohnen, daßdadurch ein gleich starker Zusammenhalt nach allenRichtungen und von jedem Punkte aus bewirkt wird,ohne daß die Theilchen doch dieser Ziehgcwalt Folge lei-sten könnten, indem jedes den ihm einmal in der Massegegebenen Ort beharrlich behauptet.
Wäre es den einzelnen Theilchen möglich, der Zich-gewalt zu folgen, so müßten sie die Kugelgestalt anneh-men, weil sich irgend ein Punkt als Mittelpunkt derganzen Masse mit der stärksten ziehenden Kraft versehen,vorfinden oder bilden müßte. Dazu wäre es aber nö-thig, daß sich die Theilchen im Zustande der chemischenAuflösung befänden. In diesem Falle würde die An-