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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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Stellung zu ändern, wobei aber der Zusammenhang selbstaufgegeben wird. In einem flüssigen Körper können alleTheile der Masse ihre gegenseitige Lage ändern, und diegeringste Kraft reicht hin, um diese Aenderung zu be-wirken, ohne baß darum der Zusammenhang aufgegebenwird. Ist diese ändernde Kraft stärker, als der Zusam-menhang, so muß dieser überwältigt werden, und dieflüssige Masse theilt sich.

Die-Masse eines flüssigen Körpers hatdas Bestreben, sich in jedem Thcilchen in sovielen Punkten als möglich mit der übrigenMasse zu vereinigen, und die Fähigkeit, die-sem Bestreben Folge leisten zu können. DieseEigenschaft ist, ihrer Wichtigkeit wegen, vorzugsweisefestzuhalten.

Das Flüssige sich selbst überlassen.

Stellen wir uns nunmehr eine flüssige Masse imleeren Raume frei schwebend vor, so wird es möglichsein, durch Anwendung des zuletzt aufgestellten Satzesdie Gestalt derselben auszumitteln.

Denn wenn jeder Punkt, nach allen Richtungen hin,sich mit allen übrigen verbinden will, und dies auch,so weit es irgend möglich ist thut; so wird die natür-liche Folge davon sein, daß so wenig Punkte als mög-lich bloß liegen, weil alle entblößt liegenden Punktenach einer.Richtung hin, nicht mit den übrigen verbun-den sind, welches mit allen Punkten, die die Oberflächebilden, der Fall ist. Es werden sich in der flüssigen