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Schichten um jene zuerst niedergeschlagenen Massen an,und wird darum die Form der Flüssigkeit annehmenmüssen, aus welcher er sich niederschlug, indem dieseihn überall bis zu einer gewissen Höhe bedeckt. Wirnehmen hier an, daß die Niederschlage so lange erfolg-ten, bis der mechanische Druck der oberen Wasscrschich-ten auf die unteren nicht mehr groß genug gewesen,um weitere Niederschlage zu veranlassen, »weshalb diebedeckende Flüssigkeit noch keinesweges ihre aufgelöstenStoffe ganz verloren hatte.
So hatte sich im Innern des flüssigen Körpers einfester Kern gebildet, der ebenfalls im Ganzen leine Ei-form angenommen hatte, wie der Wasscrkörper, derihn als obere Schicht bedeckte, so daß das Ansehendesselben noch ganz wie vorher erscheinen mußte. Aberwährend dieses Niederschlages mußten Veränderungenin seinem Innern vorgehen, die wir etwas näher be-trachten wollen.
Zuförderst ist es wohl gewiß, baß das Uebergehender aufgelösten Stoffe aus dem flüssigen Zustande inden festen nicht ohne Zusammenziehung statt findenkonnte, da meistens alles Feste ein größeres specifischesGewicht, und damit auch eine größere Dichtigkeit hat,als das Flüssige. Dies mußte eine Raumveränderungzur Folge haben, wahrscheinlich um so größer, je grö-ßer der Unterschied des specifischen Gewichtes der Flüssig-keit und des daraus sich niederschlagenden Festen war *).
*) Es ist in der That schade, Laß wir, so viel mir bekanntist, noch nicht einmal genaue Beobachtungen darüber haben,ob eine Lauge nach der Krystallisation des Salzes eine Volu-men ^ Veränderung leidet, welche in irgend einem Verhältnisse