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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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Die Erde ist ein platt gedrückter eiförmiger Körper,nur wenig abweichend von einem Spharoide, jedoch im»mer genug, um ihn bei einer genaueren Bestimmungvon einem solchen zu unterscheiden. Man muß dabei dieGestalt des festen Kerns von der des Wassers trennen.

Die kleine Achse des ersteren geht durch die altenPole der Erde, von der Bchringsstraße nach einemPunkte, der etwa unter 30° Länge und 23!° südlicherBreite liegt. Die größte Achse geht von der Gegenddes nördlichsten Theils der Insel Ceylon nach der die-sem Punkt gegenübcrgelegenen Stelle im Südmeere.Der alte Aequatov der Erde ist bereits angegeben, undals der größte Kreis des Körpers zu betrachten. Dochist diese Linie kein Kreis, sondern eine Eilinie, aus zweihalben verschiedenen Ellipsen bestehend. Der Durch-messer cä (S. Fig. 23 und 24) ist größer, weil hierdie Niederschlage besonders häufig gefallen sind, alsder Durchmesser durch die alten Pole, ist aber der kleinstedes Acquators. Er durchschneidet die größte Achse nichtin der Mitte, sondern so, daß nach a hin der größere,nach b hin der kleinere Theil liegt. Der Durchschnitts-punkt dieser Achsen ist der Mittelpunkt des Körpers.

Alle Halbmesser von diesem Punkte nach dem Acqua-tor sind daher ungleich, und darum auch die Meridiane,die man sich durch die alten Pole gelegt denken muß.Der größte Meridian ist der durch ab, der kleinste durchcä. Mit Ausnahme dieser beiden finden sich zu beidenSeiten derselben immer zwei gleich große Meridiane ingleicher Entfernung von ihnen. Alle diese Meridianesind Eilinien, mit Ausnahme des kleinsten, welcher eineeinfache Ellipse ist, die nur um die Dicke der abgela-