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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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ner eine solche Aenderung behauptet, und darin keine sogroße Unwahrscheinlichkeit gefunden, wovon wir obeneinige Beweise beigebracht haben. Es kann uns alsonicht zum Vorwurf gemacht werden, damit etwas ganzGrundloses behauptet zu haben.

Dies ist alles, was wir vorausgesetzt haben. Läßtman diese Voraussetzungen gelten, so wird man gegendas daraus Gefolgerte wenig einwenden können. Sehenwir nun, welche Fragen wir damit beantwortet, welcheAufgaben wir damit gclöset zu haben glauben.

1) Soweit bisher die Beobachtungen reichen, schei-nen alle Wcltkörper eine kugelähnliche Gestalt zu haben.Diese Uebereinstimmung muß einen allgemeinen Grundhaben, und ihre Erklärung in einem allgemeinen physi-kalischen Gesetze finden.

Wir haben dies oben aufgestellt, und die Erklärunggegeben.

2) Wenn gleich die Beobachtung die Kugelahnlich-keit der Gestalt ergiebt, so bleibt doch die Frage: obdiese Körper wirkliche Kugeln sind, oder davon abwei-chen, und worin diese Abweichung besteht? —

Wir haben durch unsere Entwickelung gezeigt, daßalle Weltkörper, wenn sie aus dem flüssigen in den festenZustand übergegangen sind, einer der Kugel nahe kom-mende Eiform haben müssen, fo daß der Durchmesserdurch die Pole kleiner ist, als die Durchmesser des Aequa-tors, mit Ausnahme eines einzigen, wenn der Körperetwa nicht mit Wasser bedeckt ist. Bei allen diesen Kör-pern wird sich daher eine sogenannte Abplattung zeigenmüssen.

2) Läßt sich aus der Abplattung eines Himmelskör-