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Bewegung des Schwerpunktes gefunden, aus der sichdiese Abweichungen mit Nothwendigkeit ergeben, die ge-wiß häufiger wahrgenommen sind, als bekannt worden ist.Wenn unsere Theorie der Bewegung richtig ist, so mußman gegen einen großen Theil der unter sich sehr gut har-monirenden Beobachtungen eingenommen werden, so son-derbar dies auch klingen mag. Damit verlieren wir frei-lich den bisherigen Maaßstab für gute Beobachtungen. Eswird sich aber schon ein anderer finden. — Manche die»ser bemerkten Abweichungen mögen auch wohl durch diewegen der Refraction angebrachten Correctionen ausge-glichen worden sein, die eine andere ist, wenn ein Sternin seiner unteren, als wenn er in seiner oberen Culmi»nation beobachtet wird. Da zwischen beiden Beobach-tungen ein Zeitraum von zwölf Stunden vergeht; so hatdie Erde gegen die Sonne auch eine andere Stellung,und damit auch der Schwerpunkt und das Loth. Diegefundene Differenz wurde jedesmal ganz auf Rechnungder Refraktion gesetzt; dies ist, wenn unsere Theorie Grundhat, unrichtig, und hiernach möchte denn wohl die Lehrevon der Refraction einer neuen Untersuchung bedürfen.
8) Die Geognosie zeigt mit Entschiedenheit, daß,wenn auch nicht die ganze Erde, da diese noch nichtüberall in dieser Hinsicht untersucht worden, doch eingroßer Theil derselben mehrmals unter Wasser gesetzt,und wieder davon entblößt worden ist. Wodurch wurdedieses Ansteigen und Fallen des Wassers veranlaßt, undwo ist das Wasser geblieben? —
Es ist bekannt, in welche Verlegenheit diese Fragendie Geologen und Geognosien gesetzt haben, und zuwelchen Sonderbarkeiten man seine Zuflucht nahm, um