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bewirkte Vergrößerung des Volums hervor gebracht wird?— Man sieht, wie wenig befriedigend die Anwendungder mit so großem Fleiße ausgearbeiteten astronomischenTheorie der Ebbe und Fluth auf das Wasser selbst war,und mit wie unbestimmten Vorstellungen man sich be-gnügen mußte. Hier wurde die Sache beinahe mehrGlauben als Wissen.
Wenngleich keine der vorhin angegebenen Dorstel-lungsartcn ausreichen konnte, um das Phänomen beischärferer Ueberlegung begreiflich zu finden; so wollenwir doch beide nicht ganz ausschließen. Beides, sowohlein Aufhäufen des Wassers, als eine Vermehrung sei-nes Volums durch geringeren Druck nach dem Schwer-punkte der Erde, findet bei der Ebbe und Fluth statt;aber nur mitwirkend. Allein konnte weder das Eine,noch beide vereinigt, die Erscheinung erklären, da hierzudie Bewegung des Wassers zu langsam, seine Ausdeh-nung aber zu gering war, und nur in wenigen Fällenwerden beide Berücksichtigung verdienen.
Eine klarere Anschauung gewährt die hier aufgestellteTheorie wohl ohne Zweifel, die die Erscheinung ausder Gestalt der Erde herleitet. Ja man könnte rück-wärts schließend Ebbe und Fluth sehr wohl als einenevidenten Beweis für die angegebene Gestalt der Erdegeltend machen. Man wird aus derselben sich leichtüberzeugen können, warum in unseren Seen und Flüssenvon Ebbe und Fluth fast gar nichts zu bemerken ist.Fortziehen nach der einen oder anderen Seite kann sichdas Gewässer nur sehr wenig, und eben so auch nurunbedeutend sein Niveau andern. Was dadurch bewirktwird äußert sich als Wellenschlag, wie man ihn auch