Es ist über die Wasserverminderung im Norden so oftund so viel geschrieben worden, daß man sich wundernmuß, wie man seit Celsius nicht auf den Gedankengerieth, das Maaß dieser Aenderung zu bestimmen, son-dern sich immer damit begnügte, die von ihm herausge-rechnete Abnahme anzuführen, ohne zu untersuchen, inwiefern spätere Beobachtungen dieselbe bestätigen, oderdavon abweichen. Es wäre dies um so nöthiger gewe-sen, als die Gegner der Celsiusschen Meinung behaup-teten, daß nicht der Meeresspiegel sich senke, sonderndie Steine, an welchen man Zeichen der Wasserhöhe an-gebracht hatte, im Winter durch das Eis in die Höhegehoben würden,, wahrend welcher Zeit der Boden desMeeres durch Schlamm, Conchylien u. dgl. sich etwaserhöhe, weshalb denn der Stein nach dem Aufthauendes Eises auf einer erhöheten Unterlage zu liegen komme,und so die eingchauenen Zeichen über die Meeresflächeherausträten. Diese Annahme erklärt nicht, was sieerklären soll. Denn es wäre doch in der That seltsam,wenn nur gerade die Stellen, wo Steine lagen, durchden Schlamm rc. erhöht worden wären. Diese Erhö-hung des Bodens mußte vielmehr überall im Meerestatt finden. Da hierdurch aber das Meer selbst um.
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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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