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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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leicht wäre diese Uebereinstimmung noch größer, wennes nicht so schwierig wäre, in einem WellenschlagendenMeere die wahre Höhe des Wasserspiegels auszumitteln.Und doch macht eine Ungewißheit von einem halbenZolle hier schon etwas aus, und das Resultat abweirchend, besonders wenn die Beobachtung nur eine kleineReihe von Jahren umfaßt.

Ich werde nun die Beobachtungen, die Celsius-scheu mit inbegriffen, zusammenstellen, und daraus dieResultate in eine Tabelle zusammentragen.

1) An Hamskärs Vorgebirge, bei der Insel Jggan,drei Meilen nördlich von Gefle, steht ein sogenannterSkälstenar oder Seekälberstein. Hier wohnte vordem«in Bauer, den man seines häufigen Fischfanges wegenden reichen Niklas hieß, der auf dieses Steines Spitzebei windstillem Wetter, und wenn die See ruhig war,Meerkälber fing, die hier hinauf kommen konnten. Nach-dem das Wasser aber abnahm, konnten fie die ersteSpitze nicht mehr erreichen, und legten sich auf einenanderen, nicht so stark hervortretenden Theil des Steins,der eben aus dem Wasser hervorragte. Die Seekälberwaren nun durch die erste hervorragende Spitze gedeckt,wenn man vom Lande kam, und da sie somit dem Niklashinderlich war, wenn er die Seekälber mit der Harpunefangen wollte; so zerstörte er im Winter, als das Was-ser sehr niedrig war, jenen ersten hervorragenden Theil,des Steines durch Feuer, welche Zerstörung auch nochzu sehen ist. Seine Söhne erkauften alsdann dieses Ei,land von der Krone, und haben einen Schatzbrief vonKönig Johann III. vom 2-Lsten Mär; 1583 darüber er-halten.