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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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wen gesucht, und das Verhältniß beider Durchmesser, deSkleinsten und größesten berechnet, indem man jedesmalzwei gemessene Grade mit einander verglich, sie mochtenunter demselben oder unter verschiedenen Meridianen liegen.

Hatte nun die Erde die vorausgesetzte abgeplattetsphäroidische Gestalt, so war die Meridian-Differenz oderder Unterschied der geographischen Länge zweier Gradedabei völlig gleichgültig. Die Vergleichung zweier Grademußte stets denselben Körper geben, wie sehr auch beidein ihrer geographischen Länge verschieden waren.

Wenn hingegen jene Voraussetzungen unrichtig waren,wenn die Erde kein regelmäßig abgeplattetes Sphäroidwar, so mußte die Vergleichung zweier gemessenen Meri-diangrade so oft einen anderen Körper geben, als manverschiedene Vergleichungspaare bilden konnte, weil die ge-messenen Grade anderen Meridianen angehörte», welcheunter sich nicht gleich gekrümmet, und nicht von gleicherGröße waren. Die Form dieses Körpers ließ sich aberdurch dies Verfahren nicht ohne Weiteres entdecken, son-dern nur die Überzeugung gewinnen: ein regelmäßig abge-plattetes Sphäroid sei die Erde nicht.

Sehen wir nun, was sich aus einer Vergleichungder genauesten Gradmessungen, berichtigt durch die sorg-fältigsten Untersuchungen, für ein Verhältniß der beidenDurchmesser ergiebt. Es liegt bei der Berechnung dieMaupertuische Formel zum Grunde, und die Zahl giebtdie Abplattung.

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