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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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liche Mittheilung des Aufsatzes aus der gedachten Zeit-schrift, wobei ich meine Bemerkungen, um sie davon zusondern einklammern werde.

Biot giebt in jener Abhandlung die Resultate derPendclmessungen, welche er in den Jahren 1824 und 1825m Gesellschaft mit seinem Sohne auf dem Parallel-bogen von Bordeaux bis Fiume in Jstrien angestellt hat,und auf dem südlichen Theile des großen Meridianbogens,welcher von den schottländischen Inseln aus durch Schott-land, England, Frankreich , einen Theil von Spanien reicht,und zwischen Europa und Afrika in der kleinen Insel For-mcntera endigt. Der Verfasser vereinigt diese Beobach-tungen mit dencu, welche er früher theils allein, theils mitMathieu und Bouvard angestellt. Aus diesen Erfahrun-gen, welche alle nach gleicher Methode ausgeführt sind,sucht Biot die Verhältnisse der Intensität der Schwereauf, und seine Resultate sind verschieden von den bisherigen.Denn die, welche bisher durch Pendelmeffungen die Erd-gestalt zu bestimmen suchten, haben sie als ein Cllipsoid<<le Involution) betrachtet,dessen Abplattung nach den ausder Theorie der allgemeinen Gravitation hervor-gehenden mathematischen Verhältnissen bestimmt werdenkönne; aber der Verfasser bemerkt, daß diese Verhältnissesich aus der Theorie nur bei gewissen Voraus-setzungen über die innere Beschaffenheit des Erdsphäroidsergeben, (es ist mir lieb, daß ich das nicht allein behaupte),die Wirklichkeit dieser Voraussetzungen jedoch könnedurchaus nicht zum Voraus bewiesen werden,sondern folge aus den wirkenden Gesetzen, welche die Schwereüber die verschiedenen Theile des Sphäroids ausübt. Zuerstuntersucht er demnach diese Gesetze nach den von ihm ge-