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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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von Bordeaux nach Fiume, durch Berechnung auf eineund dieselbe geographische Breite zurückgeführt, (also Pen-delmessungen aus dem Lande,) und findet auch hierUngleichheiten, welche sich nicht mit einer Um-wälzungö-Ellipse vertragen; und er zeigt, daßeine ausgebreitete, mächtige physische Ursachehier durchgängig die Schwere östlich von denAlpen starker macht, als westlich. (Die Anziehungder Erde gegen einen Körper ist Folge der gemeinschaftlichenAnziehung aller ihrer Theile. Man denke sich in Fig. 21bei e einen Körper, so wird dieser von allen in der Liniecrl liegenden materiellen Theilen senkrecht auf die Ober-fläche der Erde angezogen, und dem Mittelpunkte genähert.Die äußersten Punkte sind n und b. Beide ziehen schief,und ihre Kräfte bei c schließen einen großen Winkel ein.Alle dazwischen liegenden am Umfange bilden noch größereWinkel. In der Resultante aller dieser Parallelogrammebewegt sich der angezogene Körper. Der Punkt a wirdeben so von allen in der Linie a b befindlichen materiellenTheilen gezogen, da aber ab größer als cfl, so sind auchin ihm mehr materielle Theile enthalten, als in diesem,und der Körper in a wird von ihnen stärker senkrecht ge-gen die Oberfläche gezogen, als c; außerdem sind aber 6und c die äußersten Punkte, welche an ihm ziehen, undihre Kräfte schließen an s einen kleineren Winkel ein, alsaeb; dasselbe ist mit allen gleichweit von s auf beidenSeiten liegenden Punkten der Fall, wenn wir sie mit dencorrespondirenden auf beiden Seiten von c vergleichen.Mithin wird die Resultante aller Parallelogramme bei »größer, als die bei c, d. h. ein Körper wird in a stärkergezogen als in o. Man wird deshalb von c nach r» eine