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gesetzten, so vermindert sie dieselbe, und es ist leicht einzu-sehen, daß dann, wenn Mond und Sonne mit einandereinen Winkel bilden, die Erhöhung zwischen diejenigen Punktefallen werde, welche Mond und Sonne im Zenith oder Na-dir haben. Immer aber ist der dem Monde zugekehrte Theilder großen Achse länger, als der entgegen gesetzte.
Da indessen die Erde nicht wirklich gegen den Mond fällt,sondern nur ein Fortrücken derselben innerhalb ihrer Bahnstatt findet, so wollen wir uns einmal die Erde /V H. inFig. 33 in gerader Linie fortrückend denken, als ob gar keineäußeren anziehenden Kräfte vorhanden wären. Es stelle LOden Raum vor, den ihr Mittelpunkt, in einer Stunde zumBeispiel, vermöge einer schon erlangten Geschwindigkeit un-ter diesen Umständen durchlaufen würde. Sie wird nachVerfluß dieser Zeit in Lvt angekommen sein, ohne daßihre Kugelgestalt irgend eine Aenderung erlitten hat. Nunaber stehn in bedeutend großer Entfernung nach der Rich-tung 6 8 die Sonne, nach der Richtung 6 AI der Mond.Diese Himmelskörper wirken auf den Mittelpunkt der Erdeetwas schwächer ein, als auf die in der Gegend von 6 lie-genden Wassertheile, und die Wirkung derselben auf diebei H liegenden Wassertheile ist wegen der Entfernung nochschwächer, als die Wirkung auf den Mittelpunkt. Um dieseVerschiedenheit merklich zu machen, muß ich sie etwas star-ker zeichnen, als sie in der Natur ist, und annehmen, dieSonne würde in jener Stunde den Mittelpunkt 6 nach c,der Mond würde ihn für sich allein nach / treiben; 6 da-gegen würde stärker angezogen, und nach den Richtungen6m, 6s, mit 6 AI, 6 8 beinahe parallel, bis nach 5 durchdie Sonne, bis nach durch den Mond fortgezogen wer,den; und H endlich würde, schwächer angezogen, nur bis
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