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so daß der Punkt allmälig dem Monde etwas vor-auseilte. Auch konnte dies dadurch veranlaßt werden, daßdie Erde an den Ungleichheiten des Mondlaufes nicht Theilnahm. Dies Voreilen betrug vielleicht nach jedem Monds-umlaufe nur sehr wenig, so daß eine lange Reihe vonJahrhunderten dazu gehörte, ehe jener Punkt und der Mondum einen rechten Winkel abwichen, und die Erde die Stel-lung Fig. 11. erhielt. Eben so konnte für jede andereStellung ein langer Zeitraum verfließen, ehe sie von derErde eingenommen wurde, während welcher Zeit die innereThätigkeit der Erde ohne Zweifel sehr rege war, wovonwir weiter unten ausführlicher sprechen wollen.
Sonach hatte sich in Beziehung auf den Mond dieErde erst nach Jahrtausenden einmal umgedreht, obgleichsie dies jetzt in 24 St. 50^ thut. Auch ist dies wahr-scheinlich mehrmal geschehen, ehe eine Aenderung erfolgte;wie oft es geschehen ist, wird sich künftig durch die Zahlder geognostischcn Hauptformationen bestimmen lassen, wenndiese erst mit voller Sicherheit bekannt sein werden. Inwiefern die ursprüngliche Form des Erdkerns durch diespäteren neptunischen Niederschlüge abgeändert wurde, istbereits im Buche angegeben; über die platonischen Gebildewird weiterhin ausführlicher gesprochen werden. Im We-sentlichen ist aber die Gestalt dadurch nur unbedeutendverändert worden.
Entwickelung der Gestalt aus der Vertheilungvon Meer und Land.
Schon im Buche habe ich S. 164 eine Beweises-form angedeutet, welche Jeden von der Richtigkeit und