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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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gegen den Aequator tritt flaches Land hervor; dasselbegilt für den Quadranten der fast ganz durch Was-ser geht. Nur im Quadranten ist bei o Land, waswie nachgewiesen, hier wie an den übrigen Stellen durchdie Achsenänderung und theilweise Erhebungen entstandenist. Dennoch kann auch hier ino nicht wohl größer sein,als; denn mO ist größer, als mo, aber klei-ner, wegen der Abplattung.

Durch die Drehung hat sich das Meer um den Ae-quator aufgehäuft, und wird sich deshalb unter den Po­ len erniedrigt haben. In unserem Durchschnitte wird da-rum das Meer in seiner Tiefe vom Aeqnator gegen diePole hin abnehmen. Zieht man diese Linie, so erhalt manden Umriß des festen Erdkerns, dessen einzelne Uneben-heiten nicht als störend betrachtet werden können.

Es wird von der Tiefe abhängen, die man dem Meereunter dem Aequator giebt, was dieser Meridian des festenErdkerns für eine Gestalt erhalten soll. Es sind dreiFälle möglich.

Entweder wird die Curve eine Ellipse, deren langeAchse mit der kurzen Achse der Wasserellipse zusammen-fällt.

Oder die Curve wird ein Kreis.

Oder sie wird abermals eine Ellipse, deren kurzeAchse mit der kurzen Achse der Wasserellipse zusammen-fällt, deren lange Achse aber kürzer ist, als die langeAchse der Wasserellipse. Ihre Cpcentricität ist kleiner alsdie der letzteren.

Im ersteren Falle müßte das Meer eine unverhält-nismäßig große Tiefe haben, und an beiden Punkten 6, II