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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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Außer dem als Gas und Dunst eine dichte Atmo-sphäre bildenden Wasser waren ohne Zweifel noch einegroße Menge anderer Substanzen in derselben dampfför-mig vorhanden, welche bei dem großen Hitzgrade, den dieErde besaß, nicht im Stande waren, die feste oder tropf-bare Form zu behaupten. Daß sich eine Menge luftför-miger Stoffe auf diese Art in die Hohe gehoben habenmochten, die wir jetzt gar nicht in diesem Zustande kennen,läßt sich wohl erwarten, besonders, wenn man sich erin-nert, wie viele Stoffe vermittelst des Wasserdampfs indie Gasform umgewandelt werden können. Ohne Zweifelbildeten alle diese Stoffe eine so große Atmosphäre, daßdie Erde den übrigen Planeten nur als ein planetarischcrNebelfleck kometenartig erscheinen konnte.

Die geschmolzene Erdmasse bestand wahrscheinlich nuraus Metallen und den metallischen Grundlagen der Er-den, nebst dem Schwefel, die sich theilweise mit einanderverbunden hatten. Die Säuren mochten zum Theil schonan Basen gebunden sein, deren sie sich bemächtigt hatten,und mit welchen sie vermittelst des Wasserdampfs m Gas-form die Atmosphäre bilden halfen, theils auch wohl indie geschmolzene Masse eingegangen waren.

Was sich nicht in der letzteren chemisch verband,konnte sich nach seinem specifischen Gewichte sondern, undso müssen die leichtesten Stoffe an die Oberfläche der glü-henden Kugel aus dem Inneren herausgestiegen sein, un-ter diesen namentlich das Kalium, Natrium, Aluminium,Silicium, Calcium, überhaupt die metallischen Grundla-gen der Erden, während die eigentlichen Metalle sich imInnern bargen.