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mußte, also eben jene eiförmige Gestalt, ist so einleuch-tend, daß es genügt, hier daran zu erinnern.
DaS bei dieser Verbindung zersetzte Wassergas gabseinen Sauerstoff an jene Stoffe ab, der Wasserstoff dessel-ben trat, freigewordcn, mit der atmosphärischen Luft zuKnallgas zusammen, welches durch die Erhitzung, oderauch wohl durch sreigewordene Elektricität entzündet, undund von neuem zu Wasser zusammen gesetzt wurde, dabeiaber mit einer großen Menge von niedergeschlagenen oderauch noch aufgelösten Stoffen aus der Atmosphäre zu Bo-den fiel, und zum Theil abermals in Dampf aufgelösetwurde.
Jene gewaltige Atmosphäre mußte mit ihrem reichenInhalte auf die Erdrinde und das sie bedeckende Ge-wässer einen ungeheuren Druck ausüben, gewiß sehr viel-mal größer, als die jetzige Atmosphäre; kaum aber dürftees möglich sein, denselben auch nur einigermaßen zu schätzen.Bei diesem Drucke konnte das Wasser, ohnehin nur alsMenstruum für eine Unzahl anderer Stoffe dienend, unddarum wohl nirgend im Zustande der Reinheit vorhanden, —einen sehr viel größeren Hitzgrad erhalten, vielleicht selbstglühend werden, ohne zu verdampfen, und es konnten Pro-cesse darin vorgehen, welche bei dem gegenwärtigen Zu-stande der Atmosphäre die Chemie sich vergebens bemühtnachzuahmen. Mitscherlich macht darauf aufmerksam, daßein so großer Druck die Verwandschaft der Elemente mo-dificirt, aus denen das Urgcbirge zusammen gesetzt ist.Das Urgebirge unterscheidet sich von den späteren plato-nischen Bildungen in chemischer Hinsicht besonders da-durch, daß die Kalkcrde und Talkerde, die im Urgcbirgemit Kohlensäure verbunden sind, in den plutonischen spä-