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indem sich diese Veränderung nicht ohne eine sehr heftigeWärme-Entbindung denken läßt.
Allein die aus den Spalten hervorbrechende Hitze,ohne Zweifel vergesellschaftet mit Dampfen und gasförmighervorquellenden Stoffen von mancherlei Art, die unge-heure Entwickelung von Wafferdamps, welche durch die. unmittelbare Berührung der glühenden Masse mit demWasser gebildet werden mußte, konnte das die Granitrindebedeckende schiefrige Gestein nicht unverändert lassen. Diezunächst der Granitrinde gelagerten Schiefer wurden auf-geblättert, Dämpfe trennten die Blätter theilwcise nochweiter, indem sie in der erhitzten Masse sich Durchgängesuchen mußten. So legten sich zwischen die Blättchentheils Sublimationen auS den Dampfen, theils krysiaüi-sirte Gebilde aus den wäßrigen Auflösungen, wahrend diedazwischen liegenden Blättchen in Glimmer umgewandeltwurden, oder auch wohl neuer Glimmer entstand. Vielleichtist darin die Verschicdenartigkeit des Glimmers begründet.
Auf diese Art entstand der Gneiß, und weiter rben,wo weniger Stoffe hinqnollen, der Glimmerschiefer,in welchen beiden der Glimmer auf die angegebene Weisetheils umgewandelt theils neu gebildet wurde, während dieübrigen Stoffe durch die gemeinschaftliche Wirkung derHitze und des Wassers entstanden sind. Wo sich dieStoffe in einem andern Verhältnisse verbanden, entstandHornblende führender Gneiß, und an großen Stellenmuß die der Erde entquellende Masse die Disposition er-halten haben, sich zu Hornblendeschieser und Horn-blendegestein zu gestalten. Wahrscheinlich hatten darandie aus dem Innern hervorbrechenden gasförmigen Sub-stanzen einen bedeutenden Antheil. Vielleicht aber ist diese