Buch 
Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
Entstehung
Seite
323
JPEG-Download
 

323

so wie bp und kp immer weiter von einander entfernten,indem die Winkel Ape und lipk größer wurden, bis siedie in Fig. 11 angegebene Größe und Lage erhielten.

Jetzt waren wieder zwei Continente gebildet, und be-deckten sich mit Pflanzen und Thieren. Das Gewässerhatte über c und 6 die größte Höhe erreicht. Es bildetensich neue Niederschlage aus dem Wasser, wahrend die Erdeaus der Stellung Fig. 11 in die von Fig. 12 überging.

Zuerst war es wieder der zerstörte Boden des Mee­ res Iip » und spx, und des Landes epx, der in Verbin-dung mit den Niederschlagen ein Conglomerat lieferte, denbunten Sandstein, dessen Bildung vielleicht schon an-fing, noch ehe das Gewässer die Stellung Fig. 11 ganzerreicht hatte. Er schließt wenige Monokotyledonen undDikotylcdonen, sämmtlich Landpflanzen, aber nur äußerstsparsam ein. Haben wir aber dem Zechstein in unsererDarstellung die rechte Stelle angewiesen, so kann dies nurzwischen Iipx und kp e, d. h. im westlichen Europa , dematlantischen Meere, in Ost Amerika und dem mittlerenTheile des großen Weltmeeres der Fall sein; im übrigenAmerika muß dagegen der bunte Sandstein, (zwischen xpe)viele Landpflanzen und Produkte des Landes enthalten,die sich während der Zechsteinbildung dort entwickelt halten.Denn wenn gleich das kleine Continent in Fig. 11 erstaus dem Wasser hervorgegangen, und in Fig. i2 schonwieder überfluthet wurde, so hat die Mitte desselben dochhinreichend lange bloß gelegen, um Vegetation rc. zu ent-wickeln. Dagegen wird man überall viele Seegewächse,Muscheln und Zoophyten in ihm finden können, und dasist allerdings der Fall.

21 *