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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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scharfkantigen, seltener etwas abgerundeten Bruchstückenvon Eisenglanz und von Magneteisen bestehend, denen sichhin und wieder noch Brocken von Itakolumit beigesellen.Das Ganze ist durch ein Bindemittel von Roth- Braun-oder Gelb-Eisenocker vereinigt. Es liegt nicht nur inThälern und an Berggehängen, sondern es überdeckt auchdie erhabensten Gebirgsrücken, bis zu 4800 Fuß Höhe,namentlich jene des Eisenglimmcrschiefers und des Thon-schiefers, einer Rinde gleich, deren Stärke von 4 bis 1^Lachter wechselt. Nach v. Eschwcge deuten die eckigenBruchstücke, die Unregelmäßigkeit, womit diese durch undüber einander liegen, die wie ein Übcrguß erfolgte Be-deckung der Gebirgsrücken und der Abhänge der Gebirgenicht sowohl auf eine schnell vor sich gegangene Zerstörungbenachbarter Eisenberge, die die höchsten Punkte bildeten,und von denen z. B. der Pico von Jtabira, die Ccrra daPiedade nnd andere mehr noch Überbleibsel sind, sondernauf eine äußerst schnelle Austrocknung des FluidumS, wel-cheS über diesen Gebirgen stand, und die Bruchstücke her-bei geführt hatte, so daß diese nicht einmal Zeit gewan-nen, von den Bergen herab in die Thäler zu gleiten, son-dern oft in der Mitte der Abhänge, gleichsam wie eine er-kaltete Lava stehen blieben. Daß dieser mechanische Nie-schlag auch nicht nach und nach erfolgen konnte, beweist ge-nugsam die Unordnung, womit die Bruchstücke,unter einandergehäuft sind.

Vergleicht man diese Beschreibung mit der Art, wiehier nach unserer Ansicht der Niederschlag erfolgt ist, soscheint sich alles zu erklären. Das kleine Continent warin Fig. 11 vom Wasser entblößt. Wurde die Drehungwie vorher gesagt, wirklich etwas schneller, so wurde auch

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