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Versuch einer Pathologie und Therapie der Geistes- und Gemüthskrankheiten / Alexander Haindorf
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435
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darauf gerichtet seyn, das Individuum in sich selbst zu»rückzudrängen, welches physisch, durch eine magere Diät,durch den Aufenthalt an einsamen, stillen und dunkelnOrten, verbunden mit einer anllphlogistjschen Behand»lungöart, oft sehr gut erzielt werden kann,

Z?8.

Was nun noch der Behandlung des höchsten Wahn«sinns betrifft, welcher nur durch solche Ideen erzeugt wird,die entweder dem Individuum seine gänzliche Vernichtungankündigen, oder ihm doch das rauben, was mit seinemLeben innig verwachsen ist, so bemerken wir, daß hierwenig für die Heilung zu hoffen ist; denn das Ver-lieren seiner selbst, welches diesen Wahnsinn begleitet,schneidet ebensowohl die Einwirkung von außen, alsvon innen ab, und die einzige Indikation bleibt hier, das,was der Wahnsinn in das vegetative System gesetzt har,und die dadurch bewirkte Alteration des Nervensystemszweckmäßig zu behandeln, um dadurch dem KrankenLinderung zu verschaffen. Ist es möglich, den Wahn-sinnigen in eine solche Umgebung zu versetzen, welcheseiner hohen Begeisterung entspricht, und die ihm die Idee,welche seine Begeisterung veranlaßte, realisirt; so steigtauch die Hoffnung zu seiner Genesung, wofern der Wahn-sinn noch nicht zu lange gedauert, und noch keine physischeDestrukrion des Gehirnes statt hatte. Alle übrigen psy,chischen Mittel sind hier fruchtlos.

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