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Die Heilquelle zu Pfäfers : ein historisch-topographischer und heilkundiger Versuch / J. A. Kaiser
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164
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starker Anfall ihn ins Bett warf. Mit diesem heftigenAnfalle fühlte er sich noch wenige Tage ergriffen, aberkein förmlicher Magenkrampf stellte sich mehr ein. Erwar in der Hälfte der Cur auf zwölf Glaser gekommen,bei denen er bei stets zunehmendem Besserwerden blieb,bis er den 18 vollends genesen die Quelle seines Heilesverließ. Vor einigen Monaten habe ich ihn noch immergesund und wohl gesehen.

Bei keinem Leiden habe ich einen heftigen Anfall inder ersten Hälfte der Cur so regelmäßig und als Vorboteeiner guten Cur beobachtet, alä beim Magenkrampf.Nicht allein solche, die Monate lang frei waren, son-dern auch mehrere, die wegen ganz andern Leiden hierwaren, aber früher an Magenkrampf litten, mußteneinen solchen Anfall bestehen.

Herr H. aus W., 56 Jahre alt, noch unverheirathet,war schon lange als materieller Hypochondristein Gegenstand der heilenden Kunst, die mitunter ihmwohl auch unheilbringend war. Sein gegenwärtigergeschickter Hausarzt berichtet, daß sein früherer Arztbesonders mit Brechmitteln und Aderlässen freigebiggewesen, und daß dem Kranken in der Folge diese dra-stischen Mittel bereits zum Bedürfnisse geworden seien.

Verstopfungen des Unterleibes mit heftigen Blähungenund gelbfüchtigen Erscheinungen verbunden, waren derGegenstand der Behandlung. Sein dermaliger Arztsuchte diese Stockungen zu lösen, war aber nicht seltenzu einem Brechmittel gezwungen; diesen und abführendenMitteln, denen einige bittere folgten, schwanden aus