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Die Heilquelle zu Pfäfers : ein historisch-topographischer und heilkundiger Versuch / J. A. Kaiser
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ein geregelter Appetit und verhältnißmä'ßig die Kräftewiederkehrten. Es wurde weiter nichts gethan, alsspäter stärkende Hausbäder angewandt, und ein 2ahrüber befand sich das Kind ziemlich ordentlich. Nachdem1821 das Bad offen war, kam es nun am Heilorte selbstdie vorjährige Cur ernstlich fortzusetzen.

Das Kind trank den Tag über einige Gläser Wasser,badete zwei Tage und setzte den dritten aus, und erhielttäglich zwei Klystire. Da auch Wurmerscheinungen dawaren, erhielt es jeden fünften Tag ein abtreibendesWurmmittel, worauf anfänglich eine große MengeMadenwürmer mit vielem Schleim abgingen. Beidieser Cur bis in die vierte Woche verlor sich größten-theilS der unförmliche Unterleib, es gewann im umge-kehrten Verhältniß an Fleisch und Kräften. Seither hatsich das Mißverhältniß dieser abnormen Reproduktionnoch mehr ausgeglichen, und das Kind wächst zu einemwohlgestalteten Mädchen heran.

Ein Greis von 81 Zähren, früher in Kriegsdiensten,und noch im Alter Liebhaber der Zagd, hat seit meh-rern Zähren an bald fließenden bald blinden Dlasen-Hämorrhoiden zu leiden. Er brauchte verschiedeneerleichternde Mittel, unter denen ihm aber keines sowesentliche Dienste leistete, als die Cur in Pfäfers , dieihm seine Leiden nicht blos linderte, sondern auf längereZeit wegnahm. Er wiederholte deshalb diese Cur jedeszweite und dritte Zahr, und bishin jedesmal mit gleichbefriedigendem Erfolg.