7» Mißlungene Versuche mit phosphorsaurem Bleizu glasiren.
' Die bekannten Erfahrungen» daß sowohl Phosphor-säure als auch Bleioxyde leicht verglasbare Körper sind,veranlaßten mich zu versuchen, ob nicht das hier aufeinigen Gruben der Halsbrückener Reviere in ziemlicherMenge brechende Erünbleierz zur Glasur der Töpferge-srhirrr verwendet werden könnte. Bekanntlich wird hier-zu in mehreren Gegenden Bleiglanz verwendet, dessen ge-schweselles Blei sich in schwefelsaures verändert, und indiesem gesäuerten Zustande aufschmelzt. Ich ließ in die-ser Hinsicht eine Quantität gewaschen Grünbleierz vonHülfe Gottes durch den Töpfermeister Schubert in ver,schiedenen Verhältnissen mit geschlämmten Thon versetzen,und lufttrockene Töpsergeschirre mit der Glasur bedecken.Nach dem Brennen zeigte sich aber keines dieser Ge-schirre mit glatter Glasur, sondern alle mchr oder weni-ger matt geflossen und schwarzgrau von Farbe, auchmitunter blasigt, auch saß dieser schlechte Ueberzug nichteinmal fest, woraus sich ergab, daß mit diesem Fossil fücunsere Töpfer nicht» zu thun sey.