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Nord-Fahrt, entlang der norwegischen Küste, nach dem Nordkap, den Inseln Jan Mayen und Island, auf dem Schooner Joachim Hinrich unternommen während der Monate Mai bis Oktober 1861 von Dr. Georg Berna, in Begleitung von C. Vogt, H. Hasselhorst, A. Gressly und A. Herzen / erzählt von Carl Vogt, mit einem wissenschaftlichen Anhang ...
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Drmithciin. Lofoden, Börö.

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trefflicher Gesellschaft fahren wir nach dem kaum eine Stunde entferntenunteren Fall, wo die wasserreiche Nid-Elv, 82 Fuß hoch, über senkrechte Felsenherabstürzt in einen weiten Kessel, an dessen einem Rande weitläufige Fabrik-gebäude aufgeführt sind, welche die Wasserkraft zur Bearbeitung der Schwefel-Kupfcr-Chromcrze von Röraas benutzen.

Auffallend ist das tiefe, gelbliche Bouteillengrün des herabstürzendenWassers, das sogar dem Schaum eine ganz eigenthümliche Färbung verleiht.Der Fall selbst läßt sich von der rechten Seite des Flusses, namentlich auseiniger Entfernung von der Fabrik sehr schön in seiner Vollständigkeit über-blicken, und da gewöhnlich mehrere Fischerboote, mit dem Angeln von Lachsenbeschäftigt, den Kessel beleben, so bietet er im Ganzen ein erfreuliches Bild.

Wir steigen von dem unteren Falle durch fettes Thonland empor nachdem oberen, welcher höher und darum auch malerischer sein soll, und gelangen,nachdem wir ein weitläufiges, wohlgebautes Hofgut durchschritten haben, wel-ches jetzt einem Engländer gehört, zu einer Sägemühle, die an dem oberenFalle angelegt ist. Es hält weit schwerer, diesen letzteren in seiner Gesammt-heit zu überblicken oder einen solchen Standpunkt von ihm zu gewinnen, woder Künstler ein Bild von ihm entwerfen könnte. Die Felsen springen soweit vor und sind so steil, daß nirgends der Fall in seiner ganzen Länge zurAnschauung kommt. Auch hier zeigt sich dasselbe schmutzige Bouteillengründes Wassers, welches offenbar von dem beigemengten grünen Thone herrührt,der die Hügel der Umgebung bildet und der auch den Fällen den Namengegeben hat; dennLee;-" heißt auf gut norwegisch Thon. Auch die" Felsen,die in dem Falle hervorstehen und die seine Wände bilden, zeigen eine ähnlichedunkelgrüne Farbe, so daß es wohl kaum zweifelhaft scheint, daß aus ihrerVerwitterung jener zähe Lehm hervorgegangen ist, der eine schwere Dammerdebildet. Wenn die Drontheimcr die verschütteten Lager des Topssteincs suchenwollen, aus welchen einst die Steine ihres Domes entnommen wurden, sowerden sie wohl in der Gegend dieser Wasserfälle suchen müssen.

Der Handel Dronthcims beruht außer Fischen und Thran hauptsächlichauf der Ausfuhr und Verwerthung der Erze von Röraas, das in einer Ent-fernung von etwa zwanzig deutschen Meilen tief im Gebirge, nahe an derschwedischen Grenze, in schauderhafter Gegend liegt. Die Entfernung diesesBergwerkortes vorn Meere ist schon zu bedeutend, als daß dieses einen mildern-den Einfluß aus die Kälte des Winters üben könnte. Jahre, wo das Ther-