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Nord-Fahrt, entlang der norwegischen Küste, nach dem Nordkap, den Inseln Jan Mayen und Island, auf dem Schooner Joachim Hinrich unternommen während der Monate Mai bis Oktober 1861 von Dr. Georg Berna, in Begleitung von C. Vogt, H. Hasselhorst, A. Gressly und A. Herzen / erzählt von Carl Vogt, mit einem wissenschaftlichen Anhang ...
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Besuch und Landung.

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bekannten Insel zog. Das erhebende Robinsonische Gesühl, welches unszuweilen beschleichen wollte, wurde freilich durch die Effekte des hohen See-gangs und der schwankenden Bewegung stets von Zeit zu Zeit wieder auf seingeringstes Maß reducirt!

Auszug aus einem Briefe des Professors.

Am Bord des Joachim Hinrich, 70» 29' u. B. und 7» 80'w. L. von Greenwich . Montag, den 19. August.

Die Fahrt in diesem Nordmeer ist gerade kein Vergnügen. Gestern,Sonntag, hatten wir Tags über die vollkommenste Windstille; das Meerwar glatt wie ein Spiegel, aber dunkelschwärzlich wie Dachschiefer, und durch-aus kein lebendes Wesen an der Oberfläche, die aussah, wie wenn Oel darausgegossen wäre. Dabei war aber dennoch hoher Seegang, lange Wellen, dielangsam anschwollen und niedergingen, so daß das Schiff dabei außerordent-lich schwankte und wir Mühe hatten, beim Frühstück unsere Tassen und Gläserzu retten, die jeden Augenblick über den Tisch nach einer oder der anderenSeite hin wegglitten. Anfangs war dabei noch einige Aussicht über das Meerhin, auf dem eine Menge von Sturmvögeln ihr Wesen trieben und so nahekamen, daß wir drei davon, nach vielen Fehlschüssen, erlegen konnten. Dannwurde aber der Nebel, der uns umgab, furchtbar dicht und schwer; die Segeltropften, wie bei heftigeni Regen; Alles war feucht, naß, kalt, unleidlich undkaum hundert Schritte weit möglich zu sehen. Es war wie ein Dezember-nebel in Genf , wo man die Laternen von einer Brücke zur andern nicht sieht,kalt, -s-M Reaumur. Wir waren indeß vergnügt und munter in der Hoffnung,den Nebel bald fallen zusehen: es schien uns unmöglich, daß ein solcher dickerDampf lange halten könne. Abends erhob sich ein frischer Nordost, und diessteigerte unsere Hoffnung. Wir steuerten gerade auf die Insel Jan Mähenlos, die an dem Rande des Polareises liegt und von der wir, unserer Rech-nung nach, etwa zehn deutsche Meilen entfernt sein sollten.

Freilich hat diese Bestimmung, wie ich Dir schon in einem früherenBriefe sagte, seine große Schwierigkeit, wenn man die Sonne und den Hori-zont nicht um Mittag für die Breite und um 3 Uhr für die Länge sieht.Segelt man aber so im Nebel, so kann der beste Seemann nach einem TageFahrt nicht für einen Unterschied von einigen Meilen einstehen, und wenn man