Besuch und Landung.
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steigen sollte. Außerdem wird regelmäßig von 4 zn 4 Stunden, zuweilenöfter, ein Kübel Scewasscr geschöpft und ein Thermometer hineingesteckt, dessenSinken die zunehmende Kälte und also die Nähe des Eises anzeigt.
4 Uhr Nachmittags. Endlich! Als wir um halb 3 mitten im Essenwaren, ruft plötzlich der Kapitän: „Jan Mähen! Schnell!" Wir stürzenwie Blutvergießen aufs Deck: die ersten sehen noch eine gewaltige Schneeknppcin einer Lücke des Nebels, hoch am Himmel; die Hintern sehen nichts. WenigeMinuten darauf kommt die Erscheinung noch einmal — eine schräg aufsteigendeSchneelinie mit einigen wenigen Felsgraten daran, etwa wie der linke Abhangdes Mönchs von Interlakcn aus gesehen — dann schließt sich wieder Allesin finsteren Nebel. Bald hebt sich der Vorhang ein wenig von der See ausund nun erscheint eine lange, dunkle Küste, etwa eine Meile von uns entfernt,an der hie und da die Brandung hoch wie kolossale Springbrunnen aufspritzt,und dann verschiedene Gletscher, die bis in das Meer Herabgehen und in deinNebel wie ungeheuere CaScaden aussehen. Wir zählen drei: einen großen,wie der obere Grindelwaldglctschcr wohl; mehrere kleinere, wie geringere Bäche.Aber man sieht nur einen wenig hohen Abschnitt über der Wasserfläche, nurden untersten Fuß; Alles darüber ist dicht in Nebel eingehüllt. Jetzt, unmit-telbar bevor ich schreibe, durch eine Nebellücke dritte Vorstellung der oberenSpitzen, vollständiger wie vorher, aber so schnell vorüber gleitend, wie einSchattenbild in einer oainöra odsoura. Das ist ein kolossales Gebirg!Links (südlich) eine breite Schneeknppc, dein Mönch ähnlich; dann einige nie-dere Spitzen, woran, wie an der Ebenen-Fluh, der Schnee dachförmig über-hängt; dann eine hohe Krippe, in Form, Größe und herrlichem Glänze voll-kommen dem Silbcrhorn an der Jungfrau ähnlich; dann wieder ein andererSattel und eine düstere, schneefreie Felscnspitze, die steil gegen die See herab-fällt, wie der schwarze Mönch. In dem trüben Nebelschleier, der nur hiergerade eine Lücke bot, das dunkle Meer zu Füßen, sah das Gebirg vielimposanter und großartiger aus, als die Jungfrau von Jntcrlaken; — fastwie die ganze Gruppe: Mönch, Eiger und Jungfrau, von der Wengernalp ausgesehen. Vielleicht erinnerst Dn Dich des Anblicks, den wir zusammen dorthatten, morgens früh, wo noch die Nebel den Fuß verdeckten! Ganz so über-wältigend und vielleicht noch überwältigender, weil jeglicher Vordergrund fehltund nur Nebel und graue Wolkenmasscn und schicfcrdunkles Meer mit eini-gen Seevögcln darauf den Rahmen zu dem Gemälde bilden.