Die vulkanischen Formationen.
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sind, nirgend Palagonit enthalten. Die Krabla ist nach Sartorius kein Krater,sondern ein palagonitischer Tuffrücken, dem man mit Unrecht Ausbrüche, die imAnfange des vorigen Jahrhunderts statthatten, zugeschrieben hätte. Seither wurdenamentlich auch von Zirkel konstatirt, daß die Krabla dennoch diese Ausbrüche her-vorgebracht hat und daß sie neben den Tnffmassen auch Lavaströme ausgespieenhat. Auch dieser Beweis ist also gänzlich verunglückt.
ES scheint uns, daß das Auswerfen palagonitischer Tuffe durch thätige Vul-kane eben so wenig gcläugnet werden könne, als die Bildung von Palagonit durchZersetzung basaltischer Aschen in dem Meere. Diese Palagonitbildung ist indessenohne Zweifel nur die Einleitung zu weiterer Zersetzung, die, wie bei allen basaltischenGesteinen, mit der Bildung von Thon endet. Wenn es aber wahr ist, wie wiroben wahrscheinlich zu machen suchten, daß bei den vulkanischen Vorgängen über-haupt das überhitzte Meerwasser eine bedeutende Rolle spielt, so läßt sich auch leichteinsehen, daß dieselbe Zersetzung, welche im Meere selbst nur höchst langsam undallmählich eintritt, in dem vulkanischen Kessel unter dem Einflüsse der Wärme unddes Druckes mit großer Schnelligkeit sich vollendet und daß bei dieser Zersetzungdie Gegenwart von Kalk, die ja überhaupt zur Bildung basaltischer Gesteine noth-wendig ist, ebenfalls ihre Rolle in der Weise des Bnnsen'schen Versuches spielt.Die Gegenwart von Palagonit bedingt demnach durchaus nicht, wie Sartorius annehmen will, mit Nothwendigkeit die frühere Lagerung unter dem Spiegel desMeeres und die Schichtung der versteinerungssührenden Palagonittufse beweist geradedurch die theilweise Ueberführung derselben in Thon, daß sie sich großcntheils aufsekundärer Lagerstätte befinden. Man findet bei Fossvogr große basaltische Lava-blöcke, welche über und über mit denselben Balanen bedeckt sind, die noch heutzutagean allen Gesteinen des Meeresgrundes sich ansiedeln, und in dem FrankfurterMuseum ist ein solcher basaltischer Rollstein von der Größe eines Kopfes mit dendaraus sitzenden Balanen in palagonitischen Thon eingebacken, von uns niedergelegtworden. Sieht man hier nicht den deutlichsten Beweis, daß dieser palagonitischeThon erst nach und nach von den benachbarten Palagonitrücken herabgeschwemmlund aus sekundärer Lagerstätte von den Meereswellen geschichtet wurde, daß ernicht als Palagonit, sondern als Thonschlamm die Balanen einhüllte?
Während des langen Winters, den die Isländer größtentheils in ihren Höhlenzubringen müssen, beschäftigen sie sich vorzugsweise mit der Geschichte ihres Landes.Die alten Chroniken und Sagen werden studirt und gewissenhaft bis auf die neuesteZeit fortgeführt, indem alle außerordentlichen Vorfälle notirt und so der Nachwelterhalten werden. Seit der Kolonisirung Islands bis auf unsere Tage sind ausdiese Weise die vulkanischen Ausbrüche, welche die Insel verheerten, mit lobenswertherGenauigkeit verzeichnet und die bedeutenderen derselben in ihren Einzelheiten be-
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