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Neu-entdeckte Phaenomena von bewunderns-würdigen Würckungen der Natur : welche bey der fast allen Cörpern zukommenden electrischen Krafft und dem dabey in der Finstern mehrentheils erscheinenden Liecht einige berühmte Mitglieder der preisswürdigen köngl. engl. Societaet der Wissenschafften vornemlich aber, Herr Hauksbee und Herr Gray in Londen und nach einer weitern Untersuchung, Monsieur du Fay in Paris durch viele Experimenta, zu unsern Zeiten glücklich hervorgebracht, und in unterschiedlichen Wercken dem Publico mitgetheilet ... / von Johann Gabriel Doppelmayr
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von der Electricitaͤt.

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ü9eũden Enden mit Stoͤpſſeln von Gorck verſchloſſen ſeyn mag, welches alles denEffect nach einerley ausmachet, immittelſt dienet doch bey dem letzten in Ver-ſchluͤſung des Glas Rohrs zu beeden Seiten, ſolchen vor andern zum beſten,daß dardurch die innere Theile des Rohrs von der Feuchtigkeit befreyet blei-ben moͤgen.(yy) Es mag auch ſtatt eines Glasrohrs, ein malſtwer Qylinderaus Glas von gleicher Dicke und eaͤnge, oder auch kuͤrtzer,(72) faſt gleiche Effectusthun, gleichwie Herr Hauksbee und Herr Gray, ſolches bey dem Experi-mentiren genugſam wahrgenommen.(2)..

2. Ferner muß man vor dem Gebrauch, dieſes Glas Rohrs auch nochandere Umſtaͤnde in Acht nehmen, und zwar um ſolche kxperimenta glücklichanzuſtellen, vor allen auf ein gutes Wetter ſehen, welches erfordert, daß derHimmel heiter, der Wind von der mitternaͤchtigen Seiten her gehe, auch dieLufft drocken und remperiret ſeve, b) weilen die feuchte Lufft,(e) die garſtarcke Kaͤlte, und die groſſe Hitze(e) der electriſchen Krafft ſehr entgegen iſt,gleichwie die Erfahrung ſolches genugſam zeiget, dahero dann wohl dienlichſeyn mag, daß, deßwegen die Electricitat ſich nicht zu einer Jahres ⸗Zeit ſo80 wie zu einer andern ergiebet,(f/ man ſolche kxperimenta zur Winters,

eit in einem tem pe irt warm gemachNaͤchſt deme mu

Zimmer, vornehme.

ten, und im Sommer in einem kuͤhlenß man das Glas⸗ Rohr, ſo es in der

feuchten Lufft offen gelegen, entweder bey der Sonnen, oder uͤber dem Feuerwarm werden laſſen, oder auch mit einem drockenen warmen Tuch von weiſer

Leinwand, oder mit einem wollenen Tudamit das Rohr nicht wieder bey deſſen El

ch wohl abreiben:(g) da man dann,

ect iſirung feucht werde, wohl Acht

haben muß, daß die Haͤnde nicht feucht, viel weniger naß ſind,(h) auch daß

man bey dem vielen und ſtarcken Reiben ſich nicht erhitzet,(i) welches bey

warmen

(y) rhUof. Tranſact. N 417. pag. 20. D.D. Muſſchenbroek Comment. in Expe-rim. Acad. del Cimento P. II. pag. 83.

(12) tlarksbee's Experiments pag. 47.Mem. de l Acad Roy. des Sciences pag.46. A. 1733. D B. à Muſſchenbr. inGomment. Acad. del Cimento P. Il.

EI 3..(2 7 tlauksbee Experiment's pag. 49.philoſ. Tranſact. N. 417. pag. 26.(b) Deſagulier's Experiments Vol. I. pag.19. Graveſandii Inſtit. Philoſ. Neuton.

pag 235. Mem, del ac. R. des Sciences

pag. 482. 483. K. 1734.

(c Hauksbe: s Experiments pag..Mem de Acad. Roy. des Sc ĩencet pag.481· A. 1774.

(d) Haukebee Ekν v iments 45. D. D.

Sendelii Electrolog. miſſus tertius pag.30. 31.

(c) Hauksbee.s Experiments pag. 4. 46.Hiſt. de! Acad. Roy des Sciences pag.4.& Mem pag. 48 1.482. A. 1734.

(f) D. D. ahuffendr. Comment. in Exp.del Cimento P. II. pag. 82. 83

(g) Hauksbee's Experiments pag. 125.

(h) D. D à Muſſchenbroek Eſſai de Phyſi-que pag. 263 · Miſcell. Zerol. Tom. IV.

pag. 270.

(i) Ph lol Tranſact. N 417. pag.). Mem.ce Acad. Roy. des Sciences pag. 282,

4, 1740 N