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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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74 Betrachtung von der Groͤſſe der Erde.

zwiſchen den beyden Thürmen LS beſthumen. Dieſer Abſtand nun diente ihm in derFolge fue eine zreſſete ehrundlinie, ſo daß er immer ven einem Oete zum andern, andere und andere Winkel abne amen konnte, und endlich dudurch den Abſtand zwiſchenAlkmaar und Bergen op Foom herausbrachte. Weiter nahm er wahr, wie weitBergen op Fooim von dem Mittagskreiſe abiag, der durch Alkmaar geht, undendlich beſtimmte er die Breite, oder die Polhoͤhe zu Alkmar und zu Bergen op Zoom , wedurch er herausbrachte, daß die Polhöhe zu Alkmar 1 1 und 30%gröſſer iſt, als zu Bergen op FJoom); weil der Abſtand zwiſchen dieſen beydenStädten 34018 rheinlandiſche Ruthen betrug, woraus er nach allen gehoͤrigen Verbeſſe-rungen ſchloß, daß ein Grad der Breite in Holland 28500 rheinlaͤndiſche Ruthenoder 550 el Toiſen betrage. Nach zehends fand er, daß er verſchiedne Feßler begangenhabe, und dieſerwegen bediente er ſich im Jahre 1622 einer guten Gelegenheit, dieſeFehler zu verbeſſeren, da alle Wieſen und Felder rings um Leiden unter Waſſerſtunden, welches im Jenner dieſes Jahres durch den Froſt in ein ſehr glattes undebenes Eys verwandelt ward. So konnte er ſeine Grundlinie noch genauer meſſen,die er zwiſchen Voorſchooten und dem Caſtell von Douſa nahm, wodurch erden Abſtand zwiſchen den Tyuͤrmen des leld chen Rathhaußes, und des DorffesSoeterwonde 1097 Ruthen 1 Fuß und 188 eines Zolles fand, da er denſelbendas erſte mal nur auf 1092 Ruthen 3 Fuß und 3 Zoll gerechnet hatte. Zuvor hatteer die Winkel verbeſſert, nun hatte er eine wohibeſtimmte Grundlinie, ſo daß er ge-genwaͤrtig einen ganz andern Abſtand zwiſchen Alkmar und Bergen op Joomhätte finden ſollen. Doch es ſcheinet, als habe Snellius dieſe muͤhſame Arbeitnicht wiederholen wollen, zumal weil zu derſelbigen Zeit die Berechnung der SinusTangenten und Sekanten, vermittelſt der Logarithmen, noch nicht im Gebrauchwar, wodurch der geſchickte Snellius mehrmals in groſſe Irrthuͤmer verfal-len in, die allein von den muͤhſamen und langweiligen Multiplicationen und Diviſio-nen entſtanden ſind. Ich will die Schwierigkeiten nicht erwaͤhnen, die Ricciolus v)des Snellius Meſſungen entgegen geſetzt hat, denn dieſelbigen haben allzu wenig zuſagen, als daß wir uns dabey aufhalten ſollten, doch das verdient mehrere Betrach-ning, was der Herr Caſſim angemerkt hat. 7) Wir wollen hier nur eines und dasandere zur Probe daraus anfuͤhren. Caſſimi fand die Breite von KRotterdamm inJahre 1697. 510 55 29(ob er ſie wohl vor dieſen 51 55 45 und 55 55 10 ge-ſetzt hat,) zu Alkmar fand er ſie 32 28 24% derehalben war der Bogen des Mittazskreiſes zwiſchen dieſen berden Städten 43 5 und durch einen andern Weg 4276%. Aus des Snelliuns Meſſun gen folgt, daß zwiſchen Alkmar und Rotterdammein Bogen des Mittagskreiſes von 21185 rheinlaͤndiſchen Ruthen oder 40913 Toiſen

bo-e Sicht sWEIIII Eareſt hene Batavus,& Suite des Alem. A. 1718. P. 353.IL 2. C. S. ſeg ſui v.t) Ceogr. Reform. L. 18. C XI.) Ou vrag Adept. Jom. VI. p. 70.

% Mm. de I And. 1 b 9e uv.