124 Betrachtung von der ſbrlichenſer db. Die pieren Wibnnebeazen des Hern Bradley w von der zabelfcen
Ab'rrung der Firſter ne rücen auch nicht von den Wanken der Erdare her, wie die
ſer grole Ster kundige sebst an zemerke hat, ober wen keine Urſame cagiebt, war-um ſolches nicht von dem Wanken ſollte erfolgen können, o ſieht mag doch leichte,daß ein ſolches Wanken zwey maß eim Jahre vorrallen mut, da die Firſterne nachBradleys Wahrnehmungen in einen ganzen Jahre ein Ellipſe zu beſchreiben ſchei—nen, deren längſte Are 40 Sccunden betraͤgt, und ſo kommen ſie erſtlich nach Ablaufeines ganzen Jahres wieder in die Stelle von der ſie ſcheinen abgewichen u ſern, undes iſt wuͤrklich kein Wunder, daß dieſes Wanken ſelbſt durch die beſten Werkzeuge nichtwahrgenommen wird, da nach Whiſtons Rechnung t) die Bewegung nicht gröſer,als 42 Tertien iſt, und alſo ohngeſahr J einer Secunde beträgt, welche Veränderungdurch die beſten Werkzeuge, die wir bishero noch haben, nicht zuverlaͤſſig zu ent-decken iſt.
85. F.
Man ſollte endlich auf die Ueberlegung kommen, ob bey der Erde noch eineandere Bewegung ſtatt findet, wodurch ſie eiamal ſich mehr nach Norden neiget,und alsdenn wiederum nach Suͤden abweichet, oder eine Art von Wanken innerhalbwenig Stunden erfaͤhret. Zu dieſer Vermuthung iſt zu erſt Anlaß durch einigeVerſuche von dem Herrn Alexander Calignon de Peirins gegeben worden, wel-che der beruͤhmte Gaſſendus in einem Briefe an Gabriel Waude geſchriebenhat w). Der Herr von Peirins wollte unterſuchen, ob die ſchweren Koͤrper allezeitin derſelben Richtung niederfielen, und gebrauchte ſich dazu verſchiedner Lothe vonallerley Lange von 5 bis 30 Fuß, an welche er Gewichte hieng, die Schnuren hir genin Behäaltniſſen, um vos der Bewegung der Luft ſicher zu ſeyn, und er gebrauchte allemogliche Vorſichtigkeit bey ſeinen Uaterſuchungen, alle Fehler zu vermeiden NachAblauf eines Monathes, innerbelb welchen zu verſchiednen Zeiten verſchiedne Ver—ſuche von ihm waren angeſicllt werden, fand er erſtlich, daß die Lethlinie von 6 zu6 Stunden ihren Platz merklich ocrandette; zweytens, daß ſie eine ſchwarkendeBewegung von Suͤden nach MNerden und ruͤckwaͤrts hatte, drittens, daß die Be-wegung nach Suͤden taglich am den Mittag aukhoͤrte, und die Beweaungnach Norden ſich um 6 Uhr eee Mergens und des Abends endigte, dock dievothlinie befans ſich in der Vite zwiichen der Grenze ihrer ſuͤd lichen und nordlichenBewegung gegen 9 Uhr, viertens, war dieſe Bewegung in der Mitte om ſchnell-ſten, und ꝛegen die Enden viel langſamer. Wenn man auf dieſe Verſuche aufmerk-ſam iſt, die man nicht ganz als faſſch und fehlerhaft verwerffen kann, weil Gaſſen-
dus
) Prael. Allren. Lie. 4. p. m. 40.„ Phbileſ. Tranſ. Abriag. Vel. 6. Tart. 1.) GASSEN II Oer. Tom. 4. p. 120. ſeg l. 10. Ce.