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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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Viertes Hauptſtuͤck

von

dem Monde, als einem Begleiter derErde betrachtet.

86. 6.

ie Saturnus mit 5 Begleitern, Trabanten oder Monden, und Jupitermit vieren verſehen iſt, ſo hat unſere Erde, die wir ſchon fuͤr einen2 Planeten erkannt haben, einen bey ſich, den wir den Mond nennen,und der ihr bey ihren jährlichen Umlaufe um die Sonne beſtaͤndig folgt. Wirmuͤſſen kuͤrzlich die Art und die Bewegung dieſes Koͤrpers, der mit unſerer Erde inſo genauer Verbindung ſteht, und derſelbigen ſo viel Nutzen bringet, betrachten, vor-nehmlich weil man ſonſten die Abhandlung von der Ebbe und Fluth nicht wuͤrdeverſtehen konnen. Derohalben auch nur faſt dasjenige, was dazu dienet, ſollvorgetragen werden.

79..

Der Mond iſt eine Kugel, die an ſich ſelbſt ſo wohl als alle andere Plane-ten, die Hauptplaneten und die Nebenplaneten, rauh, dichte und undurchſichtig iſt,und kein Licht von ſich ſelbſt hat, welches man daraus ſieht, weil man von der Erdeallein den Theil von der Helfte des Mondes, welcher nach uns zugekehret iſt, erleuch-tet ſieht, der von der Sonne beſchienen wird, eben daſſelbige zeigen die Verfinſte-rungen die der Mond leidet, und die allein verurſachet werden, in dem unſere Erdemanchmal dergeſtalt zwiſchen den Mond und der Sonne tritt, daß die Sonnenſtrahlen an ſtatt gerade auf den Mond zu fallen, aufgehalten werden.

88. b.

Daß die Oberflache des Mondes nicht glatt und eben iſt, kaun man deutlichdurch gute Fernrohre bemerken, man ſieht daſelbſt hohe Berge, weiche die hechſtenunſrer Erde uͤbertreffen, tiefe Hohlen, in welchen man zu manchen Zeiten die Schat-ten der Ränder unterſcheiden kann, uber dieſes ſieht man eine Menge dunkler Fle-cken im Geſichte des Mondes, die von einigen fuͤr Seen, von andern vicleiot miteben