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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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und deſſelben allgemeiner Einrichtung. 135

rerdwaͤcts an Neuholland haͤnget. Wie es ſich mit dem nahgelegenen NeuGuinca verhaͤlt, kann man auch nicht beſtimmen; manche balten es fuͤr ein ſeſtesLand, das ſich weit erſtreckt, und mit Neuholland und einigen andern Ländern zu-ſammenhaͤnget, andere glauben es ſep eine Sammlung von Inſeln. Etwas oͤſtlicher,doch naͤher bey dem ſuͤdlichen Polarkreiſe, findet man Meuſecland, wovon kaum dieWeſtkuͤſte allein bekannt iſt; es ſcheinet ſeit dem Jahre 1642 oder nach andern 1654da es zuerſt durch Abel Taſmann entdeckt ward, von keinem Europaͤer beſuchtworden zu ſeyn, denn daß der franzoͤſiſche Schiffshauptmann Mirlotte ſelbiges 1714ſollte geſehen haben, laͤſt ſich aus ſeinen Berichten nicht ſicher ſchlieſſen, wie Herr Struykangemerket hat, y) ob dieſes land von der Spitze von Suͤdamerica durch bie Suͤdſee ab-geriſſen ſey, wie Vallemond) ſchlechterdings behauptet, kann man auch nicht mit Si—cherheit ausmachen, wofern ihm aber ſeine richtige Stelle in den neuſten Charten an-gewieſen iſt, ſo hat man nicht den geringſten Grund ſo zu denken. Ferner muß manunter die meiſtens unbekannten ſuͤdlichen Lander, das Eiland Neubrittannien, dieSalomonsinſeln und eine Menge anderer kleinern rechnen. Endlich haben dieFran zoſen 1739. den 1 Jenner, in 54 Grade ſuͤdlicher Breite, und 28 Grad kaͤnge,ein ſehr hohes Land entdeckt, das ſie Cap de la Circoneiſion genannt haben, konn-ten aber wegen des Eiſes, neblichten Wetters, und widrigen Windes nicht ans Uferkommen, wie man ſolches in einer vor kurzen bey Ottens herausgekommenen Chartevon der ſuͤdlichen Halbkugel angezeiget findet.

131. 6.

Wie es ſich mit den Dertern verhalt, die naͤher am ſuͤdlichen und nordlichenPole liegen, als die nur genannte, laͤſt ſich nicht ausmachen. Der beruͤhmteKir cher) ſucht zu beweiſen, daß die See durch den Nerdpol eingeſchlungen, unddurch den Suͤdpol das eingeſchlungene Waſſer wieder herausgeſtoſſen werde; daß die-ſerwegen die Schiffe, die näher an den Nordpol zu kommen ſuchen, deswegen ver-ſchlungen, und die ſich dem Suͤdpole nähern wollen, zuruͤcke getrieben werden, unddaß dieſes die Urſache iſt, warum die noͤrdlichſten und ſuͤdlichſten Lander unbekanntbleiben. Wer aber die Gruͤnde unterſucht, auf welche Kircher ſeine Muthmaßun-gen bauet, wird bald einſehen, daß ſie alle ſehr ſeichte ſind, derohalben wir uns da-bey nicht weiter aufhalten wollen, beſonders da wir in der Folge noch genauer vondieſer Bewegung der See handeln müſſen. De Staur)) bezeuget, die Holländerhaͤt'en bey Suchung einer Durchkahrt durch Norden nach Oſtindien gefunden, daßdie Magnetnadel nahe beym Pole ihre Richtung verlohren haͤtte, vielleicht weilſie nicht weit von einem der magnetiſchen Nordpole unſerer Erde waren. Capitain

Taſ.5) 4. a. O. 37. S. Cap 11.7) Hiſtorienſaal 2 B. 10 H. 341 S. 7) P/. Næv. Exper. Expl. XII. g 15.r. Alund. subterr. Tom. 1. Lib. 3. Seeg . 3.

Erſter Theil T