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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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Betrachtung vom Innern der Berge. 205

und man kann wohl 129 Faden tief in die Hohle bineingeben. Bey der Rigistafelgegen Weſten befindet ſich eine Hoͤhle, des Reſſ is bodenloch, welche unten am Ber-ge einen Ausgang zu haben ſcheinet, denn wenn man einen Stein hineinwirft, hoͤrtman ihn ſehr lange hin und wieder gegen die Felſen anſchlagen, bis er endlich untenam Berge wieder zum Vorſcheine koͤmmt. Im Canton Glarus befindet ſich dieHoͤhle ion Berge Falzuber, die Pundten Graubuͤnderland) von Glarus ſcheri-det, und St. Martinsloch genannt wird; die Einwohner des Dorfes Elm ſeh endurch ſie die Sonne den zten Merz, und wieder, um St. Michael im Herbſteſcheinen. In Toggenburg auf dem Lunerruck, iſt eine weite Hoͤhle darinnman wohl z einer deutſchen Meile tief gehen kann, und noch eine andere das Rauch-loch welche viel Dampf von ſich giebt, und wenn man einen Stein hineinwirſt, hortman ihn lange Zeit darnach. In der einen Seite des hohen Berges Gammorim appenzelliſchen iſt eine Hoͤhle, deren Eingang ſehr enge iſt, ſo daß man an einigenOertern auf Haͤnden und Fuͤßen kriechen muß, um hinein zu kommen, an einigenOertern aber iſt ſie ziemlich weit; man kann wohl 144 Fuß hineinkommen, und findetin ihr ſehr viel ſo genannte Selenites Rhomboidales oder rautenförmige Kryſtallen.

212. C.

In Italien iſt die bekannte Hundehoͤhle Grotta de! Cane, vier Meilen vonMeapolis nach Poszuolo zu.) Sie hat ihren Nahmen daher, weil ein Hundden man hineinwirft, oder nahe uͤber dem Grunde einige Zeit lang haͤlt, ſogleich ſtirbt,wo man ihn nicht damit wieder zu rechte bringet, daß man ihn in den benachbartenSee von Agnana tauchet. Hoͤher uͤber dem Grunde betriſt dieſe Gefahr kein Thierweil die giftigen und toͤdtlichen Theilen allzuſtark beladen ſind, als daß ſie ſich weitſollten erheben konnen.

213. F.

Eine andere merkwuͤrdige Hohle befindet ſich drey Meilen von Foligno .Man entdeckte ſte bey Suchung des Grundes zu einem Hauſe das der Marcheſe E-liſei bauen lieſſe. Ihre inwendige Geſtalt iſt unregelmaͤßig, wo ſie am hoͤchſten iſt,hat ſie o oder 400 Fuß Hoͤhe, und 20 Fuß oder Schritte Breite. Ihre Waͤnde ſind miteiner ſchoͤnen Riride von gelblichten Marmor bekleidet, woraus Saͤulen von eben der-gleichen Marmor an verſchiedenen Stellen halb hervorragen. Von oben aus denGewoͤlbe laſſen ſich eben ſolche Saͤulen nieder, manche bis an den Grund, die wohl25 Fuß lang ſind, andere ſind kuͤrzer, und die kuͤrzeſten von 2 bis 3 Fuß. Die Hoͤ-ben der Waͤnde und der Säulen ſo wohl die halb erhoben aus der Mauer hervorra-gen, als die ſich aus dem Gewoͤlbe niedergelaſſen, wenn ſie nur niedrig genug kommenſind

5 S. Addiſſons Anmerkungen uber S. und Miſſo 1 Th. 242 S.

Miſſons Nase ba Italien 2 T0 327. U. f nd nriſſen fübſt 1 Lb. 202 O

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